"Situation ist ungerecht"

Inter-Boss fordert Boykott der Länderspiele: "Geht um die Glaubwürdigkeit"

Inter-Boss Marotta beklagt sich über die aktuelle Lage.
Inter-Boss Marotta beklagt sich über die aktuelle Lage. Foto: Emilio Andreoli/Getty Images

Beppe Marotta, Geschäftsführer von Serie-A-Topklub Inter Mailand, fordert einen Boykott der Länderspiele auf. Der Italiener nimmt die gegenwärtige Corona-Krise als Grundlage für seinen Anstoß.

Der enge Spielplan plagt die Vereine, die zusätzlich Nationalspieler abstellen müssen. Auch Inter Mailand hadert mit dem Umstand und fordert in Person von Geschäftsführer Beppe Marotta sogar eine komplette Abstellungsbefreiung für die Klubs.

"Gewisse Regeln müssen aufgestellt werden"

"Diese Situation ist ungerecht", klagte der Inter-Chef gegenüber der Gazzetta dello Sport und begründete dies damit, dass die Spieler, die mit ihren Nationalmannschaften reisen müssen, unzureichend geschützt werden. "Lasst uns die Nationalmannschaften boykottieren. Ja, das meine ich ernst", teilte Marotta mit und betonte: "Hier geht es um die Glaubwürdigkeit des Systems. Der Fußball muss weitergehen, doch dann sollte die Regierung uns zur Hand gehen und gewisse Regeln aufstellen."

Marotta würde sogar eine Zwangspause einlegen

Der Boss des Mailänder Spitzenklubs brachte sogar den Vorschlag: "Wenn dafür Zeit benötiget wird, dann schlage ich vor, dass wir alle für 15 Tage aufhören, klare und gleiche Regeln für alle aufstellen und dann wieder von vorne anfangen." Neben Marotta setzten sich bereits zuvor schon etliche Kollegen für eine bessere Handhabung mit den Länderspielen ein.

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Adrian Kuehnel  
09.11.2020