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Beispiel Boateng - Insider: "Berater und Spieler schätzen Situation falsch ein"

Jerome Boateng spielte zuletzt für den FC Bayern.
Jerome Boateng spielte zuletzt für den FC Bayern. Foto: Imago

Haben Topspieler noch immer nicht ganz begriffen, wie die Coronakrise den Fußballmarkt verändert? Das Beispiel Jerome Boateng verdeutlicht diese Entwicklung.

Weltmeister 2014, mehrfacher deutscher Meister und Champions League-Sieger: Jerome Boateng hat beim FC Bayern München zehn Jahre - mit wenigen Ausnahmen - auf allerhöchstem Niveau agiert. Und doch befindet sich der 32-Jährige nun schon seit einigen Wochen auf Vereinssuche. Der Abwehrmann findet nicht problemlos einen zahlungsfähigen und - willigen Topverein.

Insiders kritisiert Stars

Lazio Rom wird genannt, Abstriche wären fällig. Vom Dauermeister FC Bayern zu Lazio, die die Königsklasse verpasst haben? Es riecht nicht nach dem Weg, den Boateng gehen will. Das Problem ist das große Angebot an Stars, die sich aber nur wenige Klubs leisten können. Ein Insider kritisierte im kicker: "Unter dem Strich schätzen viele Spieler und Berater die Situation falsch ein."

Lahmer Transfermarkt

Rumms! Der Markt lahmt, die Umsätze mussten aufgrund der Coronapandemie halbiert werden. Er mahnte daher: "Es ist nicht angesagt, um den letzten Euro zu feilschen. Sich darauf zu verlassen, dass, wenn der eine Klub das nicht bezahlt, eben der nächste kommt, ist riskant." Es gibt aktuell kaum Bewegung und Dynamik, die "fetten" Zeiten, als sich fünf oder sechs Vereine einen Überbietungswettbewerb lieferten, ist aktuell offenbar vorbei.

Florian Bolker  
07.06.2021