Ärger in der 3. Liga

Ingolstadt-Remis in Lautern: Henke und Oral sorgen für Eklat

Michael Henke verlor seine Beherrschung.
Michael Henke verlor seine Beherrschung. Foto: Getty Images

Die Partie zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und FC Ingolstadt endete ergebnistechnisch unspektakulär 1:1. Doch eine schwere Verletzung eines Pfälzers und das unsportliche Verhalten von Trainer Thomas Oral und Sportdirektor Michael Henke überschatteten die Begegnung.

Die Partie zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem FC Ingolstadt bot nach 88 Minuten eine Horrorszene. Dominik Schad verletzte sich schwer, nachdem der Schanzer Rico Preißinger unglücklich von hinten auf dessen linkes Bein fiel. Schad musste minutenlang behandelt werden, der Schock bei allen Beteiligten war groß.

Oral kritisiert Schiedsrichter

Bei allen Beteiligten? Thomas Oral hatte sich offenbar schnell wieder gesammelt und hackte nach Abpfiff auf Schiedsrichter Asmir Osmanagic herum. Wie Bild berichtet, beschwerte sich der Trainer darüber, dass der Unparteiische jeweils ein reguläres Tor aberkannte. Er war der Meinung, dass nur der Treffer der Ingolstädter hätte zählen müssen.

Henke tritt nach Saibene

Deutlich schlimmer war das Verhalten von Michael Henke. Während sich FCK-Trainer Jeff Saibene bei dem Schiedsrichterteam bedankte, schlich sich der FCI-Sportdirektor heran und wollte mit dem Luxemburger reden. Als dieser nicht reagierte, zog Henke das Knie hoch, traf Saibene und drehte in die andere Richtung ab. Der Coach bekam sich kaum ein und musste von seinen Spielern gestopt werden. Ob der DFB in der Causa Henke Ermittlungen aufnimmt, ist noch offen.

Florian Bolker  
22.10.2020