FIFA-Boss verteidigt Vorhaben

Infantino: "Super Bowl ist jedes Jahr, warum nicht eine WM alle zwei Jahre?"

Infantino setzt sich dafür ein, dass die Weltmeisterschaft schon bald alle zwei Jahre gespielt wird.
Infantino setzt sich dafür ein, dass die Weltmeisterschaft schon bald alle zwei Jahre gespielt wird. Foto: Elsa/Getty Images

Der Weltfußball-Verband FIFA plant einer Reformierung des Fußballkalenders. Und zwar soll demnach künftig die Weltmeisterschaft nicht alle vier Jahre stattfinden, sondern alle zwei. Verbandspräsident Gianni Infantino nimmt den amerikanischen Super Bowl als Vorbild.

Die Reform-Pläne der FIFA, die Weltmeisterschaft schon bald alle zwei Jahre auszutragen, stoßen noch auf Gegenwind. Nicht alle sind davon überzeugt, dass eine derartige Änderung dem Fußball gut zu Gesicht stehen würde. Gianni Infantino, Präsident der FIFA, hat bei einem Besuch in Israel die alle zwei Jahre stattfindende WM jedoch verteidigt. "Der Super Bowl findet jedes Jahr satt, warum nicht auch eine Weltmeisterschaft alle zwei Jahre", fragte er laut der spanischen Sportzeitung Marca die anwesenden Personen.

Für den FIFA-Chef wäre eine solche Änderung nicht nachteilig für den Wettbewerb. "Viele Kritiker sagen, dass es schädlich wäre, aber die FIFA-Studien besagen, dass es dem Zauber des Turniers keinen Abbruch tun würde, weil die Häufigkeit keinen Einfluss auf die Qualität und den Ruf des Turniers hätte", betonte der Schweizer.

"Ruf einer Veranstaltung hängt von ihrer Qualität ab, nicht von ihrer Häufigkeit"

Trotz der Kritik einiger Verbände, Vereine, Spieler und Fangruppen führt die FIFA eine Machbarkeitsstudie zu diesem Projekt durch. "Wir haben bereits beschlossen", so Infantino, "dass es ab 2026 eine Weltmeisterschaft mit 48 Mannschaften geben wird. Ob es zwei oder vier Jahre laufen wird, ist noch in der Konsultationsphase." In diesem Zuge hielt er für sich fest: "Gerade weil es ein magisches Turnier ist, sollte es öfter stattfinden." Der 51-Jährige sei jedenfalls überzeugt, dass die WM alle zwei Jahre stattfinden muss. "Der Ruf einer Veranstaltung hängt von ihrer Qualität ab, nicht von ihrer Häufigkeit. Jedes Jahr gibt es den Super Bowl, Wimbledon oder die Champions League, und alle sind gespannt und warten darauf", erklärte der FIFA-Boss.

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Adrian Kuehnel  
13.10.2021