BVB-Flop in Italien top

Immobile: "Zu einem ungünstigen Zeitpunkt nach Dortmund"

Immobile wurde beim BVB den Erwartungen nicht gerecht. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images
Immobile wurde beim BVB den Erwartungen nicht gerecht. Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Ciro Immobile ist in der Vorsaison zum bereits dritten Mal Torschützenkönig der Serie A geworden. Der Italiener gewann sogar den Goldenen Schuh als bester Knipser in Europa. Bei Borussia Dortmund hingegen ging er als Flop in die Geschichte ein. Der 30-Jährige erklärt sein Scheitern beim BVB.

"Ich glaube, dass ich einfach zu einem ungünstigen Zeitpunkt nach Dortmund gewechselt bin, was die Mannschaft betrifft", so der Profi von Lazio Rom gegenüber Sport Bild. Nach den Meisterschaften 2011 und '12 sei "vielleicht die Luft raus" gewesen. Dennoch habe er zu Beginn der Spielzeit 2014/15 zufriedenstellende Leistungen gezeigt. Unter anderem traf Immobile in der Champions-League-Gruppenphase viermal und hatte so großen Anteil am Überwintern in der Königsklasse.

"Erst mal außen vor gelassen"

Das Problem war bloß: In der Bundesliga lag der BVB zu diesem Zeitpunkt auf einem Abstiegsplatz. Die Mannschaft war monatelang im Negativ-Strudel gefangen, Trainer Jürgen Klopp hätte ohne seine vorherigen Verdienste wohl kaum seinen Posten behalten. "Für ein Team wie Borussia Dortmund, das Erfolge gewohnt ist, war es schwierig, mit solch einer Situation umzugehen", sagt Immobile. "Das nimmt einem die Selbstsicherheit. Junge, ausländische Spieler werden erst mal außen vor gelassen."

"Hätte gern in einer besseren Phase mit Klopp gearbeitet"

Tatsächlich stand der Nationalspieler nur noch an den ersten beiden Rückrunden-Spieltagen in der Startformation. Die Aufholjagd des BVB zum Abschied von Klopp prägten andere Spieler. "Ich glaube nicht, dass er keine Qualität in mir sah. Ich hätte sehr gerne in einer besseren Phase mit Klopp zusammengearbeitet." Unter Nachfolger Thomas Tuchel machte Immobile nur Teile der Vorbereitung mit, wurde 2015 an den FC Sevilla verliehen. Sein Glück fand er erst wieder, als er zurück in der italienischen Heimat war.

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Lars Pollmann  
23.09.2020