Spielte für beide

Hunt vor Nordderby: "Werder familiärer, HSV intensiver"

Hunt spielte für beide Nordrivalen. Foto: Imago
Hunt spielte für beide Nordrivalen. Foto: Imago

Bei historischer Betrachtung ist das Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV eines der größten Spiele im deutschen Fußball. Am Samstagabend findet es erstmals als Duell in der 2. Bundesliga statt. Wenige können das Aufeinandertreffen so gut bewerten wie Aaron Hunt.

Der Ex-Nationalspieler hat schließlich für beide Klubs gespielt, auch in insgesamt 15 Nordderbys auf dem Platz gestanden. Außerhalb der geographischen Ähnlichkeiten und der Ligazugehörigkeit erkennt Hunt bei seinen Ex-Klubs aber vor allem ziemlich grundsätzliche Unterschiede. "Werder Bremen ist ein bisschen familiärer, ein bisschen kleiner. Beim HSV haben viel mehr Leute das Bedürfnis mitzureden. Es geht beim HSV in beide Richtungen viel schneller und auch intensiver", so Hunt gegenüber dem Portal DeichStube.

HSV hat sich "am Ende immer selbst geschlagen"

Die Zweitliga-Erfahrungen des Mittelfeldmanns auf Klubsuche beschränkt sich auf den HSV. Drei vergebliche Anläufe auf den Wiederaufstieg ordnet Hunt selbstkritisch ein. "Wir haben uns am Ende immer selbst geschlagen und es dann vergeigt. Vielleicht hat man sich auch blenden lassen, die Qualität bei dem einen oder anderen Spieler hat einfach nicht gereicht. Diese Spieler sind dann weggebrochen, als es darauf ankam", erklärt der 35-Jährige. Auch für die laufende Runde ist er beim HSV noch nicht überzeugt.

"Werder wird auf jeden Fall oben mitspielen"

"Werder Bremen wird auf jeden Fall oben mitspielen, beim HSV bin ich mir noch nicht sicher", sagt Hunt. Die Grün-Weißen seien schon gut auf den Fußball von Neu-Trainer Markus Anfang eingestimmt. Bei den Rothosen vermisse er die Balance unter Tim Walter. "Mit dieser Spielweise muss der HSV eigentlich in jeder Partie drei oder vier Tore schießen, um zu gewinnen. Auf Dauer wird das nicht gutgehen, damit holt man nicht genügend Punkte, um aufzusteigen", so die Prognose von Hunt. Wünschen würde er den Aufstieg sowohl dem HSV, als auch Werder Bremen.

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Lars Pollmann  
15.09.2021