SGE-Trainer

Hütters Rolle in der Kaderplanung? "Werde immer Einfluss haben"

Adi Hütter konnte bei Eintracht Frankfurt nach und nach ein Team nach seinen Vorstellungen formen. Foto: Imago

Das Gesicht von Eintracht Frankfurt hat sich in den vergangenen zwei Jahren unter Trainer Adi Hütter massiv gewandelt. Immer mehr konnte der Österreicher seine Fußballphilosophie in die Kaderplanung integrieren und wusste dabei schon den einen oder anderen Umbruch zu meistern.

2018 übernahm der Österreicher Adi Hütter das Traineramt bei Eintracht Frankfurt. Das Erbe von Pokalsieger-Trainer Niko Kovac war groß, nach und nach integrierte der 50-Jährige seine Idee des Fußballs bei den Hessen, gepaart mit Elementen wie der Dreierkette, die schon vorher funktionierten. Gerade in seiner ersten Transferperiode war der zu moderierende Umbruch für Hütter immens. Leistungsträger wie Keeper Lukas Hradecky, Omar Mascarell, Marius Wolf und Leader Kevin-Prince Boateng verließen den Klub.

"Es ist die Mannschaft von Eintracht Frankfurt"

Auf Nachfrage von fussball.news sagte Frankfurts Coach nun: "Ich werde immer, ganz egal wo ich arbeite, den Kader beeinflussen." Doch ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass die Einflussnahme immer größer wurde. Wunschspieler Djibril Sow kam 2019 für das Mittelfeld der Hessen, auch den gewünschten Kreativspieler in diesem Sommer bekam Hütter in Form von Amin Younes. Nach und nach nimmt der Kader der Frankfurter Konturen an, die auf Hütter zurückgehen. Auch wenn Hütter um Neutralität bemüht ist und den Verein in den Mittelpunkt rückt: "Es ist nicht meine Mannschaft, das ist die Mannschaft von Eintracht Frankfurt."

Gemeinsame Kaderplanung

Für Hütter ist Transferpolitik und Kaderplanung ein Gemeinschaftsprojekt: "Da entscheiden wir alle gemeinsam. Als Trainer werde ich da immer Einfluss haben." Wie bedeutend der Einfluss allerdings gewachsen ist, wird auch daran deutlich, dass die Eintracht in der vergangenen Transferperiode keinen Leistungsträger abgegeben hat. Während Hütter in den Jahren zuvor immer einen Umbruch moderieren musste, kann er nun zum ersten Mal auf ein bestehendes Fundament zurückgreifen. Auch da wird der Österreicher erfolgreich Einfluss auf die Vereinsführung ausgeübt haben.

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Benjamin Heinrich  
18.10.2020