Neue Formation

Hütters Kniff mit der Dreierkette: "Wir wollten den Gegner überraschen"

Mit Mimik und Gestik gab Gladbach-Trainer Adi Hütter den Spielern seine Ideen mit.
Mit Mimik und Gestik gab Gladbach-Trainer Adi Hütter den Spielern seine Ideen mit. (Foto: imago)

Bislang lief Borussia Mönchengladbach in dieser Saison immer mit einer Viererkette im Abwehrverbund auf. Beim 3:1-Sieg über Arminia Bielefeld stellte Trainer Adi Hütter seine Fohlen-Elf aber um auf eine Dreierkette. Der Erfolg gibt ihm Recht.

Aus dem Borussia Park berichtet fussball.news-Reporter Tom Jacob

Matthias Ginter als zentraler Abwehrchef, links und rechts daneben seine beiden Innenverteidiger-Partner Nico Elvedi und Jordan Beyer - so sah die hinterste Reihe von Borussia Mönchengladbach aus. Die beiden 18-jährigen Youngsters Joe Scally und Luca Netz spielten auf den Außenpositionen weiter vorn versetzt. "Wir wollten irgendwo den Gegner damit überraschen", gab Hütter seine Erklärung zur neu formierten Dreierkette ab. "Außerdem hatten wir auch nicht so viel Personal mehr", fügte der Österreicher mehr oder weniger scherzhaft hinzu.

Ginter: "Das Training hat sich gelohnt"

Zu Beginn probierte der Fohlen-Coach ein 3-4-1-2-System aus, später stellte er im Mittelfeld etwas um und ließ Denis Zakaria allein auf der Sechser-Position spielen, während Jonas Hofmann zusammen mit Florian Neuhaus etwas mehr in die Offensive rückte. Gelungener Nebeneffekt: Bei der Strafraumbesetzung waren somit mehr eigene Spieler im gegnerischen Sechzehner positioniert. Genau das, was Hütter zuletzt forderte und in der vergangenen Woche einübte. "Gerade das zweite und das dritte Tor waren dafür exemplarisch. Das Training hat sich gelohnt", bestätigte Ginter bei DAZN.

Hütter für Spiel mit Dreierkette bekannt

Gut möglich, dass die Dreierkette kein Einzelfall war. Der nächste Gegner heißt FC Augsburg, ist ein ähnliches Kaliber wie die Arminia. Die Spielweise der Gladbacher könnte bei den Fuggerstädtern ebenfalls zum Erfolg führen. Außerdem ließ Hütter bei seiner vorherigen Station Eintracht Frankfurt des Öfteren in dieser Formation spielen. Mit den Hessen kämpfte der 51-Jährige bis zum Saisonfinale der vergangenen Spielzeit um die Champions League mit und führte die SGE letztendlich auf den 5. Tabellenplatz. In diese Gefilde will auch die Borussia wieder hin.

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Tom Jacob  
13.09.2021