Zukunft weiter offen

Hütter wirbt um Kamada: "Rate ihm, sich bei Eintracht weiterzuentwickeln"

Daichi Kamada hat bei Eintracht Frankfurt überzeugen können.
Daichi Kamada hat bei Eintracht Frankfurt überzeugen können. Foto: Getty Images

Daichi Kamada hat nach einem guten ersten Jahr als Stammspieler in der Bundesliga Begehrlichkeiten geweckt. Trainer Adi Hütter wirbt um den Spielmacher, dessen Kontrakt 2021 ausläuft. Doch noch ist eine Einigung nicht in Sicht.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Als Daichi Kamada vor einem Jahr noch von seinem Leihjahr aus Belgien zu Eintracht Frankfurt zurückkehrte, da waren die Zweifel groß, ob er tatsächlich den Durchbruch in der Bundesliga schafft. Nach 31 Partien mit zwei Treffern und sechs Vorlagen lässt sich festhalten: Kamada hilft den Hessen mit seiner kreativen, agilen und für den Gegner häufig nur schwer zu greifenden Spielweise.

Kamada mit starker Entwicklung

Freilich kam der letzte Pass nicht immer an, doch auch körperlich hat der Japaner zugelegt und sich so zu einem Schlüsselspieler bei der Eintracht entwickelt. In Erinnerung blieb vor allem der Treffer zum 2:1 bei Hertha BSC am 31. Spieltag, als Kamada im Stile eines Slalomläufers die gesamte Abwehr austanzte und Andre Silva gewinnbringend in Szene setzte. Das "Tor des Monats" wurde anschließend zwischen beiden Protagonisten aufgeteilt.

Zukunft bleibt weiter offen

Doch die Frankfurter stecken in der Zwickmühle. Kamadas Vertrag endet im kommenden Sommer und somit stellt sich die Frage: Verlängern - oder noch für eine ordentliche Ablösesumme gehen? Ganz sicher ist eine Einigung nicht, der Poker geht weiter. "Fast noch wichtiger als meine eigene Zukunft ist die Vertragsverlängerung von Kamada", stellte Adi Hütter, der ebenfalls in Vertragsverhandlungen steckt, dessen Wichtigkeit auf Nachfrage von fussball.news heraus.

Hütter schwärmt von Kamada

Schon im vergangenen August war es der Österreicher, der den Nationalspieler halten wollte und durch ein finales Gespräch einen Wechsel nach Italien verhinderte. Die Begeisterung von Hütter hat seitdem nicht abgenommen: "Daichi ist ein toller, interessanter Spieler. Er hat gezeigt, weshalb ich ihn behalten habe."

Abgang wäre schwer zu kompensieren

Der lahmende Transfermarkt inmitten der Coronavirus-Pandemie würde eine Nachfolgersuche schwierig machen. "Wir setzen alles daran, dass er bleibt. Ich würde ihm auch raten, sich noch mindestens eine Saison weiterzuentwickeln und hier zu spielen", erklärte Hütter.

Noch Luft nach oben in der Entwicklung

Kamada sei noch nicht am Ende seiner Entwicklung, mit 24 Jahren habe er noch Luft nach oben: "Wenn es Daichi schafft, sein Niveau zu halten oder sich noch weiter zu steigern, dann kann er auch in einem Jahr noch zu einem anderen Klub wechseln", so Hütter.

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Christopher Michel  
21.08.2020