Trotz Leverkusen-Pleite

Hütter: "Wir können gar nicht mehr viel verlieren"

Adi Hütter spricht über die Ausgangslage für die Eintracht nach der Niederlage in Leverkusen. Foto: Imago

Eintracht Frankfurt bangt um die Champions League. Durch die 1:3-Niederlage bei Bayer Leverkusen ist der Vorsprung auf Platz fünf und Verfolger Borussia Dortmund auf einen Punkt geschmolzen. Die Spieler sprechen von der mentalen Herausforderung und Trainer Adi Hütter davon, wie er die Mannschaft für das Saisonfinale dahingehend stärken will.

Die erstmalige Qualifikation für die Champions League ist bei Eintracht Frankfurt in Gefahr geraten. Noch haben die Hessen vor den letzten drei Spielen zwar alles in der eigenen Hand, doch nach drei Punkten aus den letzten drei Spielen, scheint Verfolger Borussia Dortmund immer mehr Oberwasser zu haben. Verteidiger Martin Hinteregger sprach nach dem 1:3 bei Bayer Leverkusen von der mentalen Schwierigkeit, dass man als Spieler plötzlich auch etwas verlieren kann. fussball.news fragte bei Coach Adi Hütter nach, wie er diese Herausforderung in den letzten Wochen als Trainer der Eintracht meistern will. Der Österreicher erklärte: "Im Fußball braucht man immer eine gewisse Lockerheit, eine gewisse Leichtigkeit. Wenn man beginnt zu verkrampfen, dann ist das nie gut."

"Haben ein machbares Restprogramm"

Die Ausgangslage vor dem Endspurt in der Bundesliga sieht der 51-Jährige aber weiterhin positiv: "Hätten wir vor der Saison gesagt, wir kommen unter die ersten Sechs, dann hätten das alle vermutlich unterschrieben. Wir haben uns von Platz zwölf auf Platz vier nach vorne gearbeitet und hatten jetzt auch schwer Spiele. Im April alleine Dortmund auswärts, Wolfsburg zuhause, Augsburg zuhause, Gladbach auswärts und hier in Leverkusen. Das sind schon richtige Brocken und wir haben uns trotzdem gut aus der Affäre gezogen." Aus besagten fünf Partien holten die Hessen immerhin neun Punkte, doch vor allem der Abstand auf Platz fünf ist seitdem geringer geworden, der BVB liegt nur noch einen Punkt hinter den Frankfurtern: "Der Vorsprung ist geschrumpft, aber auch die anderen haben noch ein schweres Restprogramm. Wir haben ein machbares. Wir haben noch die Möglichkeit, alles selbst in der Hand zu haben." 

"Das ist jetzt meine Aufgabe"

Der von Hinteregger angesprochenen Angst, in den letzten Spielen doch noch etwas zu verlieren zu können, widersprach Hütter dahingehend: "Wir können gar nicht mehr viel verlieren. Wir sind international dabei. Wir möchten versuchen, in den restlichen drei Spielen etwas ganz Großes zu erreichen, was man in Frankfurt noch nie erreicht hat." Die Qualifikation für die Champions League. Der Vorarlberger sieht nun auch die eigene Pflicht, seine Mannschaft jetzt auch mental zu stärken: "Wichtig ist, dass wir wieder auf unsere Stärken vertrauen und trotzdem im Kopf haben, dass wir etwas Großes erreichen können. Dafür braucht man Lockerheit und Leichtigkeit. Das ist jetzt auch meine Aufgabe dahingehend mit den Jungs umzugehen." Zwei Wochen haben Hütter und sein Team nun Zeit, sich auf die letzten drei Begegnungen vorzubereiten, in der ersten kommt ausgerechnet der FSV Mainz 05 nach Frankfurt, der den FC Bayern München mit 2:1 besiegt hat. Zu verlieren gibt es da einiges, zu gewinnen aber auch.

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Benjamin Heinrich  
25.04.2021