Eintracht-Verteidiger

Hütter über Toure: "Fallen lassen werde ich ihn nicht"

Kritik und Rückendeckung: Adi Hütter versucht Worte für Almamy Toure zu finden. Foto: Imago

Trainer Adi Hütter will bei Eintracht Frankfurt auch in Zukunft nicht von Rechtsverteidiger Almamy Toure abrücken. Dennoch zählte der Österreicher den Defensivspieler nun öffentlich an und erhöhte den Druck.

Kann Almamy Toure seine Aussetzer im Defensivspiel aussetzen und Eintracht Frankfurt auch langfristig helfen? "Na klar, wenn ich da nicht daran glauben würde und davon überzeugt wäre, würde ich von meinem Weg abkommen", sagte Trainer Adi Hütter nun im Interview mit der Bild-Zeitung und ergänzte: "Meine Jungs müssen wissen, dass ich an sie glaube! Fallen lassen werde ich ihn sicher nicht."

Hütters Unverständnis

In der Folge übte der 50-Jährige aber auch deutliche Kritik an Toure: "Was ich bei ihm nicht verstehe, ist, wie man nach zweieinhalb sehr guten Spielen plötzlich in so ein Loch fällt. Das hatte er schon mal vor einem Jahr. Das ist Schade." Dabei war der Franzose eigentlich auf einem guten Weg gewesen, hatte den Konkurrenzkampf mit Danny da Costa und Timothy Chandler für sich entschieden: "Und nach zwei Spielen, in denen er nicht gut war, zwingt er mich wieder zu überlegen. Das ist Sport." Gut möglich, dass da Costa gegen RB Leipzig am Samstag wieder eine Chance erhält, Toure die entsprechende Pause.

Erklärungen kaum zu finden

Für den verursachten Elfmeter beim 2:2 in Stuttgart gab es nochmal eine Extra-Kritik: "Er hat immer wieder Konzentrationsaussetzer. Wie beim 0:1 in Stuttgart, als er den Ball erst nicht ordentlich annimmt, dann ein ungestümes Foul macht. Das wirft ihn leider immer wieder zurück." Die Erklärungsansätze für jene Aussetzer sind nicht leicht zu finden: "Das wird ihm selber auch schwerfallen. Wenn man ihn im Training sieht, sagt jeder: 'An dem kommt keiner vorbei!' Aber im Spiel hat man halt mit Nervosität und immer anderen Gegenspielern zu tun. Es gibt kein Patentrezept." 

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Benjamin Heinrich  
19.11.2020