Erfolgstrainer verlässt die Eintracht gen Mönchengladbach

Hütter über sein Bekenntnis: "Viele Dinge haben sich verändert"

Adi Huetter hat erläutert, wieso er Eintracht Frankfurt verlassen wird. Foto: Imago
Adi Huetter hat erläutert, wieso er Eintracht Frankfurt verlassen wird. Foto: Imago

Vor nicht allzu langer Zeit erklärte Adi Hütter, er werde über die Saison hinaus Trainer von Eintracht Frankfurt bleiben. Am Dienstag wurde jedoch bekannt, dass der Österreicher zu Borussia Mönchengladbach wechseln wird. Nun äußerte er sich zu seinem vermeintlichen Wortbruch.

Es ist drei Jahre her, da sorgte Niko Kovac für Ärger im Fan-Lager von Eintracht Frankfurt. Der damalige Cheftrainer erklärte, er werde "Stand jetzt" bei der SGE bleiben, wenig später wurde allerdings sein Wechsel zum FC Bayern verkündet. Auch sein Nachfolger Adi Hütter muss derzeit Einbußen in seinem Standing bei den Eintracht-Fans verkraften. Aus einem im Februar geäußerten "ich bleibe" wurde ein Wechsel zu Borussia Mönchengladbach.

Hütter erklärt sich

Gegenüber der Bild-Zeitung erläuterte der Österreicher, wieso er die Eintracht trotz seines damaligen Bekenntnisses verlassen wird. So habe er zum damaligen Zeitpunkt zwar bleiben wollen, "aber natürlich haben sich gerade nach dem Interview viele Dinge verändert", erläuterte Hütter: "Fredi Bobic hat bekundet, dass er geht. Ich habe ein Angebot von Borussia Mönchengladbach bekommen und dann über diese Möglichkeit nachgedacht."

"...dann nehme ich das in Kauf"

Er sei ein "gerader und ehrlicher Mensch. Deswegen ärgert es mich schon, dass es jetzt nicht gut aussieht", sagte der 51-jährige Österreicher, der nach drei Jahren in Frankfurt seine Zelte abbrechen wird - vermutlich auf dem Höhepunkt. Sechs Spieltage vor Schluss belegen die Hessen den vierten Tabellenplatz und haben sieben Punkte Vorsprung auf Borussia Dortmund. Sein Bekenntnis verteidigt er infolgedessen, denn dieses habe der Mannschaft verholfen, in der Erfolgsspur zu bleiben: "Wir haben nach einer Niederlage in Bremen und vor einer turbulenten Woche um die Mannschaft herum Ruhe geschaffen und elf Punkte aus den folgenden Spielen geholt. Wenn dieser kurze Satz im Sinne meines Arbeitgebers dazu beigetragen hat, dass Eintracht Frankfurt erfolgreich durch diese Zeit gekommen ist, dann nehme ich das in Kauf."

Hütter will sein Werk vollenden

Darüber hinaus sei der Verein größer als Einzelpersonen: "Es geht nicht um Adi Hütter, sondern um Eintracht Frankfurt", so Hütter, der Historisches erreichen und Frankfurt in die Königsklasse führen will: "Wir haben gemeinsam ein großes Ziel. Dafür geben wir alles."

Florian Bajus  
13.04.2021