Eintrachts Sommerneuzugang

Hütter mahnt bei Akman zur Geduld: "Typen wie Haaland eine Seltenheit"

Ali Akman jubelt ab dem Sommer für Eintracht Frankfurt. Foto: Ali Akman Twitter

Ali Akman wird im Sommer ablösefrei von Bursaspor zu Eintracht Frankfurt wechseln. Aktuell wurde das 18-jährige Toptalent von seinem Verein suspendiert. Frankfurt-Coach Adi Hütter über die Erwartungen an den Türken, Vergleiche mit Erling Haaland von Borussia Dortmund und die schwierige Situation bei Bursaspor.

Mit dem Transfer von Ali Akman ist Eintracht Frankfurt ein echter Coup gelungen. Das 18-jährige Ausnahmetalent aus der Türkei hat sich für einen Wechsel zu den Hessen im Sommer entschieden, obgleich auch europäische Topklubs den Angreifer auf dem Zettel hatten. Frankfurts Coach Adi Hütter warnte auf Nachfrage von fussball.news aber schon vorab vor Vergleichen mit Erling Haaland von Borussia Dortmund: "Er wird natürlich Zeit brauchen, wie jeder andere auch. Wenn wir glauben, ein 18-Jähriger kommt hierher und wird alles zerschießen: So Typen wie Haaland, das ist eher eine Seltenheit. Wir freuen uns aber auf ihn!" Der Offensivspieler passe exakt ins Anforderungsprofil der Eintracht: "Seine Art und Weise wie er Fußball spielt, macht mir Spaß, macht mir Freude. Er ist ein kreativer, aggressiver Spieler mit Geschwindigkeit." Obgleich die Vergleiche mit Haaland von Borussia Dortmund noch zu hoch gegriffen sind, weil Akman aus der zweiten türkischen Liga kommt, halten die Verantwortlichen große Stücke auf ihn: "Wenn wir nicht das Gefühl hätten, dass er sich in der Bundesliga durchsetzen kann, dann hätten wir ihn nicht verpflichtet. Bei so jungen Spieler ist es wichtig zu sehen, welches Potential er hat. Seine Statistik ist gut." Der türkische U21-Nationalspieler traf bislang in 38 Ligaspielen für die Profis zwölfmal (vier Vorlagen). 

Hütter drückt sein Bedauern über Suspendierung aus

Schatten wirft der Transfer zu Eintracht Frankfurt in die Bundesliga allerdings auch schon voraus, weil Akman in der Türkei in Ungnade gefallen ist. Gegen den 18-Jährigen und seine Berater werden schwere Vorwürfe erhoben, von Seiten des Klubs kommentierte man das Ganze gar als "unethischen Transfer". Da der Stürmer im Sommer ablösefrei an den Main wechselt und Bursaspor für das Ausnahmetalent keine Ablöse erhält, sind die Verantwortlichen aufgebracht und haben Akman kurzerhand suspendiert. Auch dazu äußerte sich Hütter: "Ich finde es schade, dass der Verein sich entschieden hat, ihn zu suspendieren." Dass der Youngster nun bis zum Wechsel möglicherweise keinerlei Spielpraxis mehr erhält, bewertet der Österreicher aber nicht über. "Auf der anderen Seite bin ich überzeugt, dass er sich im Sommer in der Vorbereitung mit den Testspielen zusammen so schnell wie möglich akklimatisieren wird. Er wird so und so seine Zeit benötigen. Ich finde es nur schade, dass er nicht mehr spielen darf", drückte Hütter ein zweites Mal sein Bedauern aus. Ab Sommer wird Akman dann alles dafür tun, dass die Schlagzeilen in Frankfurt wieder rein sportlicher Natur sind.

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Benjamin Heinrich  
05.02.2021

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