Vier Nationen gemeinsam

Hütter: Deshalb funktioniert unsere "Multikulti"-Defensive so gut

Martin Hinteregger (r.) mit Evan N'Dicka (l.) im Zweikampf gegen Leipzig Alexander Sörloth. Foto: Imago

Den Abgang von Kapitän David Abraham konnte Eintracht Frankfurt auch sportlich bestens kompensieren. Die neugefundene Defensivreihe harmoniert und trägt großen Anteil an der Erfolgsserie der Hessen.

Zuletzt war bei Eintracht Frankfurt vor allem die Offensive in aller Munde. 38 erzielte Tore, nur der FC Bayern München schoss in der Bundesliga mehr. Doch dass die Hessen aktuell seit acht Ligaspielen ungeschlagen sind, liegt auch an Frankfurts "Multikulti-Defensive". Nach dem Abgang von Kapitän David Abraham Mitte Januar trat in den letzten drei Spielen der 21-jährige Brasilianer Tuta in dessen Fußstapfen. "Wir haben am zweitmeisten Tore geschossen, sind nach vorne sehr flexibel und kreativ. Aber es gibt auch eine Arbeit nach hinten. Das beginnt vorne schon bei Andre Silva. Alle arbeiten gut nach hinten. Das Erfreulichste ist, dass Tuta David Abraham, einen gestandenen, gesetzten Spieler, richtig nahtlos ersetzen kann. Ich habe eine Riesenfreude daran, wie gut und schnell das gegangen ist", sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter auf Nachfrage von fussball.news.

"Hinteregger hält die Partie zusammen"

Doch Tuta ist nur ein Teil der neuen multikulturellen Hintermannschaft der Frankfurter. Neben dem Brasilianer agieren noch der Österreicher Martin Hinteregger und der Franzose Evan N'Dicka, dahinter steht Kevin Trapp im Tor, der neben seiner deutschen Muttersprache auch französisch und portugiesisch spricht. In der Defensive der Eintracht stimmt es. "Martin Hinteregger hält die Partie gut zusammen, haut sich mit ihnen auch mal in den Hubschrauber rein, geht mit ihnen durch die Luft, was ich sehr speziell finde. Das passt auch richtig gut zusammen", erklärte Frankfurts Trainer und nahm Bezug auf einen Ausflug der defensiven Dreierkette, bei dem der angehende Pilot Hinteregger seine Nebenmänner auf einen Hubschrauberflug mitnahm. "Das Wichtige ist, dass die Balance zwischen Offensive und Defensive passt. Das ist eine gemeinsame, geschlossene Arbeit, die wir aktuell sehr gut machen", so Hütter weiter.

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Benjamin Heinrich  
06.02.2021