Auf Rekordjagd

Silva, Kamada und Kostic: Hütter schwärmt von Eintrachts 60-Tore-Trio

Häufiger Anblick in dieser Saison: Daichi Kamada, Filip Kostic und Andre Silva (v.l.) jubeln gemeinsam. Foto: Imago

Mehr als die derzeit 53 Tore nach 26 Spieltagen gab es für Eintracht Frankfurt in der Bundesliga zuletzt vor fast 40 Jahren in der Saison 1981/82. An der Toreflut maßgeblich beteiligt ist ein Trio, das auch anderweitig auf Rekordjagd geht.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Es sind spektakuläre Werte, die Eintracht Frankfurt aktuell vorweisen kann. Nach dem 5:2-Heimerfolg gegen Union Berlin verfügen die Hessen über ein Angriffstrio, das bei 53 erzielten Treffern satte 60 Scorerpunkte (laut der Kicker-Datenbank) auf dem Konto hat. Topstürmer Andre Silva (21 Tore, sieben Vorlagen), Spielmacher Daichi Kamada und Linksaußen Filip Kostic (beide je vier Tore und zwölf Vorlagen). Einzig der FC Bayern München liegt mit Robert Lewandowski, Thomas Müller und Leroy Sane in Sachen Tor-Trio vor den Frankfurtern. Kostic, Kamada und Silva: Bei der Eintracht ist mindestens einer von ihnen statistisch gesehen immer an einem Ligatreffer beteiligt.

Hütter verrät Erfolgsgeheimnis

Doch warum sind die drei Akteure gemeinsam so gefährlich? fussball.news hat nach der Partie gegen Union Berlin bei Eintracht-Coach Adi Hütter nachgefragt. Der Österreicher lieferte eine simple Erklärung: "Auf der einen Seite durch ihre indivuelle Qualität, auf der anderen Seite unsere Spielanlage, wie wir Fußball spielen wollen. Das tut den offensiven Spielern natürlich gut. Das gepaart mit individueller Qualität und vielleicht auch Wohlfühlmomentum plus die Spielanlage tut den Jungs gut." Deshalb kommt auch Hütter zum Fazit: "60 Scorerpunkte sind viel. Deshalb stehen wir auch dort, wo wir sind." Auch dank Frankfurts Tor-Trio steht derzeit Platz vier zu Buche, der die Qualifikation für die Champions League bedeuten würde.

Silva dank Kostic und Kamada zum Torrekord?

Fast die Hälfte alle Scorerpunkte kann dabei Andre Silva für sich beanspruchen. Der Portugiese befindet sich wohl in der besten Form seiner Karriere, erzielte gegen Union einen Doppelpack und hat sein Torkonto mittlerweile auf 21 aufgestockt. In der Historie der Eintracht kann einzig Bernd Hölzenbein mit 26 Treffern (1976/77) mehr Tore am Ende einer Saison vorweisen. Schon jetzt ist Silva damit auf eine Saison gesehen der zweitbeste Torschütze der Eintracht-Geschichte. Acht Spieltage hat der 25-Jährige nun Zeit, um auch diesen Rekord zu knacken. Mit freundlicher Unterstützung der Assistgeber Kamada (6) und Kostic (7), die gemeinsam bereits 13 Silva-Tore in dieser Saison vorbereitet haben. Ohne Robert Lewandowski vom FC Bayern München würde der Nationalstürmer wohl auch Kurs auf die Torjägerkanone nehmen.

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Benjamin Heinrich  
21.03.2021

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