Durchwachsene Debütsaison

Hütter nimmt Sow in die Pflicht: "Wünschen uns alle von ihm den Durchbruch"

Djibril Sow steht vor seiner zweiten Saison bei Eintracht Frankfurt. Foto: Getty Images

Djibril Sow erlebte bei Eintracht Frankfurt eine durchwachsene erste Saison. Die erhoffte Verstärkung in der Zentrale war der Schweizer noch nicht. Das soll sich im zweiten Jahr ändern. Doch die Konkurrenz ist groß.

Aus dem Deutsche Bank Park berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Auch Frankfurts Trainer Adi Hütter hat zuletzt in der Nations League ganz genau hingeschaut, als sein Schützling Djibril Sow gegen die Ukraine (1:2) und Deutschland (1:1) gleich zweimal von Beginn für die Schweiz auflaufen durfte. Gegen die DFB-Elf hatte der 23-Jährige keinen guten Start. "Die ersten 20 Minuten haben mir überhaupt nicht gefallen", ließ Eintracht-Coach Hütter auf Nachfrage von fussball.news durchblicken. "Dann hat er sich aber angefangen zu trauen nach vorne in die Offensive mitzugehen, sich einzuschalten und präsent zu sein." 

"Er weiß, dass er mehr kann"

Licht und Schatten gegen Deutschland, Licht und Schatten in seiner ersten Saison. 40 Pflichtspieleinsätze, fünf Vorlagen und nur ein Tor. "Natürlich hat er letztes Jahr gute und weniger gute Ansätze gezeigt. In Summe weiß Djibril auch, dass er mehr kann", ordnete der Österreicher Sows erste Saison bei Eintracht Frankfurt ein. Lange hielt Hütter am Nationalspieler fest, mit dem er schon bei den Young Boys Bern zusammenarbeite und den er im Sommer 2019 als Wunschspieler nach Frankfurt lotste. Im Laufe der Rückrunde verlor er trotz seiner ausgeprägten und von Hütter stets gelobten Laufstärke seinen Stammplatz, pendelte nur noch zwischen Startelf und Ersatzbank.

Konkurrenz in der Zentrale groß

Ein Umstand, der vor allem auch auf die Leistung von Dominik Kohr zurückzuführen ist. Der zentrale Mittelfeldmann wusste nach durchwachsener Hinserie plötzlich zu überzeugen und spielte sich neben Sebastian Rode fest. Auch in der aktuellen Vorbereitung wurde deutlich, dass das Duo wohl weiter die Nase vorne hat. Mit dem flexibel einsetzbaren Neuzugang Steven Zuber, Stefan Ilsanker und Aymen Barkok kämpfen weitere Spieler um die Plätze in der Zentrale. Für Sow wird es nicht einfacher. "Wir wünschen uns alle von ihm den Durchbruch. Aber wenn man unser Mittelfeld genau betrachtet, da haben wir viele gute Spieler. Die besten werden spielen", sagte Hütter - Wunschspieler hin oder her.

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Benjamin Heinrich  
10.09.2020