Eintracht Frankfurt

32-Mann-Kader? Hütter: Harte Entscheidungen "sehr, sehr unangenehm"

Schwere Entscheidungen: Adi Hütter (l.) mit seinen Co-Trainern Christian Peintinger (m.) und Armin Reutershahn. Foto: Getty Images

Eintracht Frankfurt stellt ohne die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb einen der größten Kader der Bundesliga. Der Konkurrenzkampf ist hart und groß. Für Trainer Adi Hütter Fluch und Segen zugleich.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

26 Spieler mit Profierfahrung tummeln sich regelmäßig auf den Trainingsplätzen von Eintracht Frankfurt. Einzig Stürmer Ragnar Ache wird den Hessen langfristig fehlen und in 2020 nicht mehr zur Verfügung stehen. "Es ist sehr lobenswert, dass wir wenige Verletzte haben", äußerte sich Trainer Adi Hütter auf Nachfrage von fussball.news zur Kadersituation. Durch die Rückkehr von Leistungsträger Filip Kostic und dem anstehenden Comeback von Linksverteidiger Jetro Willems verschärft sich der Kampf um die Kaderplätze allerdings massiv. 25 Spieler duellieren sich um 20 Plätze in der Bundesliga. "Das ist auf der einen Seite ein Luxusproblem, das ich sehr, sehr gerne habe", sagte der Österreicher. Hütter hat die Qual der Wahl, kann jederzeit auf Formschwankungen und kurzfristige Ausfälle reagieren.

"Es bedarf immer wieder Gesprächen"

Doch die Kehrseite der Medaille sieht weniger positiv aus: "Auf der anderen Seite ist es natürlich das Unangenehme eines Trainers, die Entscheidung zu treffen, wen ich mitnehme." In den nächsten Wochen wird es immer wieder auch arrivierte Kräfte treffen. "Die Spieler geben unter der Woche im Training immer alles, haben eine Topeinstellung. Da ist es sehr, sehr unangenehm den Jungs sagen zu müssen, dass sie nicht im Kader sind." In solchen Situationen ist auch Fingerspitzengefühl des Trainers gefordert: "Da bedarf es immer wieder Gesprächen." Die Konkurrenzsituation will Hütter aber auf keinen Fall missen müssen und hat dabei auch eine Message an seine Spieler: "Sie wissen auch, dass sie in einer Mannschaft sind, die gespickt ist mit sehr vielen guten Spielern. Da ist es dann manchmal das Los, dass sie nicht mitfahren oder auf der Tribüne sitzen."

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Benjamin Heinrich  
07.11.2020