SGE-Abräumer

Hütter: Gesetzter Ilsanker "nichts anderes als ein Gelson Fernandes"

Frankfurts Trainer Adi Hütter (r.) mit Sechser Stefan Ilsanker. Foto: Imago

Stefan Ilsanker stand bei Eintracht Frankfurt zuletzt immer wieder in der Kritik. Trainer Adi Hütter musste sich bei seinem Landsmann vermehrt für die Aufstellung rechtfertigen. Nun erklärte der SGE-Coach, warum Ilsanker trotz fußballerischer Defizite gesetzt ist.

Kaum eine Personalien spaltet das Umfeld von Eintracht Frankfurt so sehr wie die von Stefan Ilsanker. Der defensive Mittelfeldspieler hinterließ zuletzt einen schwachen Eindruck, war bei Trainer Adi Hütter aber dennoch gesetzt. Im Interview mit vereinseigenen Medien, bei dem Fragen der Fans gestellt wurden, nahm der 50-Jährige Stellung: "Ilse ist ein Spieler, der auch immer mal einen Fehlpass spielt, aber was seine Emotionen angeht, ist er nichts anderes als ein Gelson Fernandes, der bei uns auch unglaublich viel abgeräumt hat. Wenn es um die Position geht, hat er einen Vorzug, weil er sie am besten begleiten kann."

Ilsanker weiter in der Pole Position

Im vergangenen Winter wurde Ilsanker von RB Leipzig verpflichtet, weil jener Gelson Fernandes längerfristig ausfiel. "Wir haben einen klaren Sechser gesucht, deshalb hat das super gepasst." Hütter kennt Ilsanker schon lange, hat mit dem 31-Jährigen zum Ende seiner Karriere sogar noch zusammen gespielt. "Er ist ein klarer Sechser, der vor der Abwehr abräumt, ein positiver Typ. Er kann eine Mannschaft mit seinen Emotionen mitreißen", erklärte Hütter. In den Spielen gegen Arminia Biefeld, bei Hertha BSC und gegen die TSG Hoffenheim habe der Nationalspieler "sehr gute Spiele gemacht", ebenso beim Nationalteam. Leistungsmäßig muss der Defensivspieler in Zukunft dennoch zulegen, sonst werden die Diskussionen trotz Hütters Rückendeckung nicht abreißen.

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Benjamin Heinrich  
14.11.2020