Eintrachts Ausrichtung

Hütter will Offensivpower: Gegentore "komplett egal, wenn wir gewinnen"

Hütters Ausrichtung mit der Eintracht ist klar: Volle Fahrt voraus! Foto: Imago

Bei Eintracht Frankfurt gibt es aktuell nicht viel Grund zum Meckern. Die Hessen sind seit neun Spielen ungeschlagen und das beste Team in der Bundesliga in 2021. Einziges Manko: Ein zu-Null-Spiel daheim gelang bislang noch nicht.

Eintrachts Trainer Adi Hütter nahm die Frage nach der Null, die zuhause im Deutsche Bank Park einfach nicht stehen will, mit Humor. "Es ist zwischendurch mal gut, die Stecknadel im Heuhaufen zu suchen", sagte der Österreicher, der am Donnerstag seinen 51. Geburtstag feierte. Doch Gegentore ärgern den Frankfurter Coach ohnehin nicht ganz so sehr wie seinen Keeper Kevin Trapp: "Wenn ich es mir aussuchen könnte, ist es mir komplett egal, wenn wir jedes Mal ein Tor bekommen und die Spiele gewinnen. Kevin ist ehrgeizig genug, dass er zu Null spielen will. Am Ende des Tages geht es aber darum, dass wir die Spiele gewinnen."

"Würde Kreativität und Power nie tauschen"

In dieser Saison hat Hütter Eintracht Frankfurt zu einer spielstarken, ballbesitzorientierten Mannschaft entwickelt. Die Eintracht gewinnt nicht nur, sie spielt auch attraktiven Fußball, begeistert die ganze Liga und wird mit Lob überschüttet. In 2021 kassierte Hütters Team in sieben Spielen in der Bundesliga sieben Gegentore, schoss aber auch 20. Dass hinten gerne mal ein Ball reingeht, "hat auch damit zu tun, dass wir versuchen offensiven Fußball zu spielen. Da sind die Räume hinten manchmal offener." Viele klare Torchancen des Gegners habe Hütter aber auch nicht gesehen. Sein Credo bleibt deshalb: "Wenn ich es mir es aussuchen darf, würde ich die Kreativität und Power nach vorne nie dagegen tauschen, dass wir zu Null spielen." Als nachträgliches Geburtstagsgeschenk wünscht sich der Vorarlberger im Heimspiel gegen den 1. FC Köln am Sonntag (15:30 Uhr) auf Nachfrage von fussball.news "klarerweise einen Sieg." Die Anzahl der Gegentore sind dabei freilich Nebensache.

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Benjamin Heinrich  
12.02.2021