Gladbach-Fazit

Hütter erklärt: "Worauf ich trotz allem stolz bin"

Hütter blickt auf eine komplizierte erste Saison in Gladbach zurück. Foto: Getty Images
Hütter blickt auf eine komplizierte erste Saison in Gladbach zurück. Foto: Getty Images

Borussia Mönchengladbach wird die Bundesliga-Saison bestenfalls auf Tabellenplatz zehn abschließen. Auch wenn die Mannschaft zeitweise sogar mit dem Abstiegskampf geflirtet hatte, entspricht ein Mittelfeldrang nicht ansatzweise den Ansprüchen, mit denen Adi Hütter seinen Trainerposten angetreten hatte.

Der für immerhin 7,5 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt geholte Chefcoach sollte die Fohlen dauerhaft zum Europacup-Teilnehmer formen und die Wankelmütigkeit abstellen, die den Klub in der zweiten Saison unter Marco Rose ausgezeichnet hatte. Vor diesem Hintergrund zieht Hütter ein Fazit seiner ersten Spielzeit am Niederrhein. "Es war ein schwieriges Jahr, es hat sich auch viel getan. Viele Dinge waren anders geplant, leider sind dann ein paar Dinge dazugekommen, mit denen ich in der Form nicht rechnen konnte", zitiert das Portal GladbachLIVE den Österreicher. Unter anderem der Abschied von Max Eberl stellte eine Zäsur dar, mit der Hütter bei Dienstantritt in Gladbach keineswegs hatte rechnen können.

Lichtblicke wie Beyer, Kone, Netz, Scally

Die Saison der Fohlen war insgesamt arm an Highlights, in Erinnerung bleibt in erster Linie ein fulminanter Sieg im DFB-Pokal gegen den FC Bayern. "Worauf ich trotz allem stolz bin, ist, dass wir es geschafft haben, junge Spieler einzubauen", erklärt Hütter außerdem. Vor allem Jordan Beyer, Manu Kone, Luca Netz und Joe Scally haben wertvolle Spielanteile gesammelt und sollten in ihrer Entwicklung davon profitieren können. Insgesamt aber bleibt es eine ernüchternde Saison für die Borussia. "In Summe haben wir uns sportlich gesehen natürlich mehr erwartet. Da dürfen wir nicht zufrieden sein – und das sind wir auch nicht", bringt Hütter es auf den Punkt. Klar ist: In der neuen Saison wird der Cheftrainer sofort unter Erfolgsdruck stehen.

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Lars Pollmann  
10.05.2022