Letztes Spiel

Hütter erklärt: Deshalb saß Bobic mit auf der Bank

Fredi Bobic (m.) mit Bruno Hübner auf der Frankfurter Trainerbank. Foto: Imago

Im Spiel zwischen Eintracht Frankfurt und dem SC Freiburg (3:1) am letzten Spieltag bot sich den Zuschauern ein seltener Anblick. Auf der Frankfurter Bank nahm Sportvorstand Fredi Bobic Platz. Ein Akt mit Symbolkraft, wie Trainer Adi Hütter danach erklärte.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Bei Eintracht Frankfurt war in den vergangenen Wochen auch viel Zwietracht. Die Abgänge von Trainer Adi Hütter (zu Borussia Mönchengladbach) und Sportvorstand Fredi Bobic (zu Hertha BSC) standen dabei im Fokus. Im letzten Spiel der beiden Funktionäre saß Bobic bei Hütter auf der Bank statt wie gewohnt vor seiner Loge im Deutsche Bank Park. Eine bewusste Entscheidung, wie Hütter auf Nachfrage von fussball.news bestätigte: "Er hat von mir diese Einladung bekommen und hat sie auch sehr gerne angenommen. Wir wollten zeigen, dass wir sportlich eine Einheit sind und das haben wir heute auch." 

"Fredi ist es lieber, wenn er von oben zuschauen kann"

Gemeinsam mit Sportdirektor Bruno Hübner wollten Bobic und Hütter ein Zeichen setzen: "Wir haben Einigkeit gezeigt. Wir verlassen alle den Verein. Sportdirektor Bruno Hübner nach über zehn Jahren erfolgreicher Tätigkeit. Auch Fredi Bobic hat über fünf Jahre einen tollen Job gemacht. Ich habe auch versucht von meiner Seite aus das Bestmögliche rauszuholen." Bobic, der zu Hertha BSC wechseln wird, dürfte dort in Zukunft seinen Platz aber nicht auf der Trainerbank sehen. "Ich muss ehrlich sagen, es hat Spaß gemacht. Aber Fredi hat dann auch gesagt, ihm ist es lieber, wenn er von oben zuschauen kann, weil es doch eine ganz andere Wirkung, ein ganz anderes Bild ist. Unten ist es nicht ganz so einfach, gewisse Dinge zu sehen. Oben ist das leichter", erklärte Frankfurts Trainer nach seinem letzten Spiel.

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Benjamin Heinrich  
23.05.2021