Eintracht-Coach verrät

Hütter: Das sind meine Pläne für den Transferwinter

Frankfurts Trainer Adi Hütter äußerte sich zu seinen "Shoppingplänen" im Winter. Foto: Imago

Vor Weihnachten ist die ganze Welt auf Schnäppchenjagd. Eintracht Frankfurt und Sportvorstand Fredi Bobic haben den Black Friday zwar nicht nutzen können, um Transferschnäppchen zu tätigen, dennoch könnten die Hessen im Winter nochmal auf dem Transfermarkt nachlegen.

Ist ein Bundesligatrainer am Black Friday auch in Shoppinglaune? Frankfurts Trainer Adi Hütter gab auf Nachfrage von fussball.news zwar keine privaten Einblicke, sehr wohl aber in die Kaderplanung der Eintracht für den Winter. "Der Transfermarkt ist momentan sehr, sehr ruhig", musste der Österreicher ob der Frage lächeln, um anschließend aber eine sachliche Antwort zu geben: "Ich betone immer wieder, dass ich ein Trainer bin, der grundsätzlich mit dem Personal, das da ist, sehr zufrieden ist. Wir haben aber immer die Aufgabe und auch die Verpflichtung, den Markt im Rahmen unserer Möglichkeiten zu beobachten. Das tun wir auch." 

Hütters dezenter Wunsch nach Verstärkung

Doch was genau bedeutet das mit Blick auf mögliche Wintertransfers? Aktuell ist der Kader der Hessen mit über 30 Spielern quantitativ zu gut besetzt. Abgänge sind fast schon ein Muss im Winter, vor allem weil die Dreifachbelastung der vergangenen Jahre weggefallen ist. Dennoch befassen sich die Verantwortlichen auch weiter mit Neuzugängen. "Was haben wir an Personal und Spielern?", stellte der Österreicher sich selbst die Frage, die er gleich auch beantwortete: "Viele Positionen haben wir doppelt und dreifach besetzt. Auf der einen oder anderen Positionen könnte man sich als Trainer wünschen, dass man sich noch verstärkt oder optimiert." Ein kleiner Wunsch nach Verstärkung schwang in diesen Worte mit. Vor allem ein gelernter Linksverteidiger dürfte die Optionen des 50-Jährigen im Hinblick auf die Viererkette massiv erhöhen, ebenso ein offensiver Rechtsaußen.

Hütter bleibt bescheiden und nennt Ache als Fast-Neuzugang

Dennoch mündete Hütters Analyse nicht in einer öffentlichen Forderung, vielmehr bemühte er sich auch darum, den Ist-Zustand in den Fokus zu stellen: "Am Ende des Tages bin ich zufrieden." Eine Option hatten sich die Verantwortlichen im Sommer zudem zurechtgelegt, einzig seine langfristige Verletzung machte einen Strich durch die Rechnung: "Mit Ragnar Ache haben wir noch einen Spieler, der länger ausfällt, uns aber die Attribute Schnelligkeit und Dynamik gibt, um in einem Spiel nochmal nachzulegen." In der Rückrunde soll der U21-Nationalspieler wieder fit sein, ein Neuzugang für den Sturm wäre dann nicht mehr zwingend notwendig. Dennoch geht es Hütter wie wohl so vielen in diesem Jahr der Coronakrise am Black Friday: "Wir werden den Markt weiterhin beobachten. In der aktuellen Situation ist es gerade aber auch nicht einfach."

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Benjamin Heinrich  
28.11.2020