Stürmer-Abgang

Hütter: Darum ließ die Eintracht Paciencia zu Schalke ziehen

Eintracht-Trainer Adi Hütter (l.) und Gonçalo Paciencia gehen ab sofort getrennte Wege. Foto: Imago

Etwas überraschend verließ Stürmer Gonçalo Paciencia unter der Woche Eintracht Frankfurt gen FC Schalke 04. Trainer Adi Hütter erklärte nun den Abgang seines Schützlings.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Der FC Schalke 04 hat sich leihweise die Dienste von Gonçalo Paciencia gesichert, eine Kaufkonstellation gibt es am Ende der Saison ebenso. Ob der Portugiese allerdings nochmal zu Eintracht Frankfurt zurückkehrt, kann nach dessen unglücklichen Aussagen zuletzt zumindest bezweifelt werden. Der Anhang der Frankfurter reagierte, gelinde ausgedrückt, irritiert. Am Freitagabend wird Paciencia mit den Schalkern die Bundesligasaison beim FC Bayern eröffnen. Intern habe man laut Trainer Adi Hütter über den Abgang durchaus diskutiert. "Natürlich war es so, dass wir diskutiert haben. Das Thema ist aufgekommen, weil Schalke Interesse gezeigt hat", sagte der Österreicher auf Nachfrage von fussball.news. 

Vertrauen in die drei vorhandenen Stürmer - bleibt Dost sicher?

Am Ende war laut dem Coach der Hessen auch die Konstellation im Sturm entscheidend, um den Portugiesen an FC Schalke 04 auszuleihen: "Wir haben mit Silva, Dost und Paciencia ähnliche Stürmertypen." Der 26-jährige Neu-Schalker habe im ersten Jahr zwar trotz der drei arrivierten Stürmer, Jovic, Haller und Rebic, seine Tore gemacht, sei aber "immer wieder zu ungünstigen Zeiten" verletzt gewesen. Zudem hat sich der Nationalspieler wohl auch nicht gänzlich so entwickelt wie von den Verantwortlichen erhofft, von Hütter gab es zwischenzeitlich immer wieder öffentliche Kritik. Für den Übungsleiter eher unüblich. Mit Ragnar Ache habe man im Sommer zudem einen junger Stürmer verpflichtet, "der ein anderes Element hat." Das Vertrauen in das vorhandene Personal ist auch aufgrund der fehlenden Dreifachbelastung der letzten Jahre da: "Wir haben uns entschieden Paciencia ziehen zu lassen, weil wir drei Stürmer haben. Wir glauben, dass wir im Augenblick mit drei Spitzen absolut durchkommen." Ein Dost-Abgang scheint folglich immer unwahrscheinlicher zu werden. Dass trotz allem aber noch ein weiterer Offensivmann kommt, wollte Hütter aber nicht gänzlich ausschließen.

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Benjamin Heinrich  
18.09.2020