SGE-Trainer

Hütter: Darum bin ich als Profi nicht zu 1860 gewechselt

Eintracht-Coach Adi Hütter wäre schon als Spieler fast in der Bundesliga gelandet. Foto: Imago

Als Trainer von Eintracht Frankfurt hat es Adi Hütter in die Bundesliga geschafft. Als Spieler blieb ihm dieser Schritt verwehrt, obwohl es in den 1990ern ein Angebot aus München gab.

Im Winter 1996 soll es laut Aussage von Adi Hütter im Interview mit 11Freunde passiert sein: "Da bekam ich ein Angebot von 1860 München." Trainerlegende Werner Lorant telefonierte damals persönlich mit dem Österreicher, der heute Eintracht Frankfurt trainiert. "Aber ich habe mich damals gescheut, diese Komfortzone zu verlassen", gab Hütter zu. In München sollte er im Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle als Libero auflaufen, in Salzburg konnte er als zentraler Mittelfeldspieler die dritte Meisterschaft feiern: "Die Umstände erschienen mir unpassend."

Als Trainer machte es Hütter anders

Von Reue ist mit Blick auf die Entscheidung gegen 1860 München und die Bundesliga im Nachgang nicht die Rede: "Das ist das falsche Wort." Dennoch habe die Entscheidung gegen das Ausland als Spieler den Entschluss reifen lassen, es als Trainer anders zu machen: "Deshalb habe ich mir geschworen: Wenn ich je wieder die Chance bekomme, muss ich sie nutzen." An diesen Schwur erinnerte sich Hütter beim Wechsel zu den Young Boys Bern. "Es wäre einfach gewesen, in Österreich zu bleiben, aber ich wollte die Gelegenheit nicht wieder vorüberziehen lassen", erklärte er. So ist er am Ende dann auch doch in der Bundesliga gelandet. Wenn auch etwas später.

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Benjamin Heinrich  
22.09.2020