Eintracht-Coach

Defensivtaktik? Hütter: "Dann muss Eintracht einen anderen Trainer holen!"

Frankfurts Trainer Adi Hütter nahm Stellung zu diversen Themen. Foto: Imago

Zuletzt geriet auch Trainer Adi Hütter bei Eintracht Frankfurt in die Kritik. Der Saisonstart der Hessen verlief nicht zufriedenstellend. Der Österreicher wehrte sich nun gegen so manchen Vorwurf.

Mutloses Auftreten, falsche Taktik und Aufstellung, schwache Defensive: Die Kritik an Eintracht Frankfurt war in den letzten Wochen breit gefächert. Trainer Adi Hütter nahm nun in der Bild-Zeitung Stellung zu diesen Themen. "Mit der Ausbeute bin ich nicht zufrieden. Ich bin kein Fan von Unentschieden. Da hätte ich lieber zweimal gewonnen und ein Spiel verloren. Mit 13 Punkten würden wir ganz anders dastehen", bilanzierte der 50-Jährige den Saisonstart seiner Mannschaft.

"Dafür bin ich nicht der Richtige"

Dass die Eintracht oft hochsteht und in der Defensive entsprechend den einen oder anderen Konter fängt, verteidigte Hütter vehement: "Wenn man so offensiv spielt wie wir, ist die Gefahr immer da. Wir könnten auch anders, uns hinten reinstellen und versuchen, dass wir mal einen Konter unterbringen. Aber dann muss man einen anderen Trainer holen. Dafür bin ich nicht der Richtige. Das sage ich offen und ehrlich." Der Österreicher liebt Offensivfußball, sieht gerne Spektakel. Mauern kommt für ihn nicht infrage: "So habe ich nie Fußball gedacht und auch nie gespielt."

Hütter wehrt sich gegen Vorwürfe

Ohnehin sei die Mannschaft für Defensivfußball und Konter nicht ausgestattet: "Wenn wir tief hinten drin stehen, haben wir einen langen, langen Weg nach vorne. Und da fehlt uns doch die hundertprozentige Schnelligkeit." Auch in Sachen mutloser Aufstellung begann der Trainer der Frankfurter zu argumentieren, übte sein Unverständnis an dem Kritikpunkt: "Wir spielen jedes Mal mit zwei Spitzen, mit Kamada als Zehner und mit zwei sehr offensiven Flügeln. Soll das mutlos sein?" Vielmehr sei die Performance auch abhängig vom Gegner. "Es ist ja auch nicht so, dass wir gar keine Chancen herausspielen. Im Gegenteil", ergänzte Hütter. Einzig die Verwertung muss besser werden. Denn am Ende zählen die Punkte.

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Benjamin Heinrich  
18.11.2020