Gerüchte um Eintracht-Coach

Hütter nach Gladbach? Hübner: "Wenn er mal geht, dann zu ganz großem Klub"

Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner (l.) im vertrauten Gespräch mit seinem Trainer Adi Hütter. Foto: Imago

Dass der Erfolg von Eintracht Frankfurt derzeit Begehrlichkeiten weckt, ist eine logische Konsequenz. An einen Wechsel von Trainer Adi Hütter zu Borussia Mönchengladbach glaubt in Frankfurt aber niemand.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

In einer teils sehr emotionalen Presserunde gab Bruno Hübner seinen Abschied als Sportdirektor von Eintracht Frankfurt im Sommer bekannt. Zehn Jahre arbeitete der 60-Jährige in dieser Funktion bei den Hessen, stand in dieser Zeit zweimal im Pokalfinale (2017 gegen Borussia Dortmund, 2018 der Pokalsieg gegen Bayern München). Eine Lücke wird er auch beim derzeitigen Trainer Adi Hütter hinterlassen. "Es ist kein Geheimnis, wir haben eine ganz enge Beziehung. Bei aller Arbeit der sportlichen Leistung, ist das Nadelöhr immer der Trainer", beschrieb Hübner die Beziehung zum Österreicher. Die Wertschätzung für den 51-Jährigen ist riesig, die Entwicklung, die Frankfurts Coach mit seiner Mannschaft genommen hat, beeindruckend.

"Klar ist Adi Hütter irgendwo gefragt"

Daher verwundert es kaum, dass auch Hütter in dem Business Begehrlichkeiten weckt und bei anderen Vereinen auf der Liste steht. Mehrere Medien berichteten zuletzt, dass der Österreicher auch bei Borussia Mönchengladbach im Fokus steht für die Nachfolge von Marco Rose, der im Sommer zu Borussia Dortmund wechseln wird. "Wenn du so eine tolle Saison spielst, so eine Entwicklung als Verein nimmst, dann sind Personalien immer begehrt. Ob im Scouting, als Sportdirektor oder im Sportvorstand. Die Arbeit, die Eintracht Frankfurt aktuell macht, ist außergewöhnlich. Somit ist es auch klar, dass ein Adi Hütter irgendwo gefragt ist", ordnete Hübner diese Personalie ein.

"Wir sind mittlerweile eine Hausnummer"

Wie fussball.news berichtete, ist ein Wechsel zu Borussia Mönchengladbach für Hütter aber überhaupt kein Thema, das bestätigte auch Hübner indirekt nun. "Ich weiß nicht, ob Gladbach der nächste Karrieresprung von Adi Hütter sein müsste", sagte der Sportdirektor auf Nachfrage von fussball.news und begründete dies auch ausführlich: "Natürlich ist Borussia Mönchengladbach uns vielleicht ein Stück weit, was die Entwicklung in der Vergangenheit anbelangt, voraus. Aber wir sind in einem guten Tempo dort hinzukommen. Wir sind mittlerweile eine Hausnummer geworden als Eintracht Frankfurt. Da weiß er sicherlich, was er an uns hat." Vielmehr glaubt Hübner, dass der ehemalige Coach von RB Salzburg und den Young Boys Bern nach seiner Station in Frankfurt zu noch höheren Sternen greifen wird: "Wenn er dann mal den Weg gehen sollte, dann zu einem ganz großen Klub. Ohne die Arbeit von Gladbach abzuwerten. Sie machen einen richtig tollen Job. Aber ich glaube, das können wir ihm hier auch bieten."

"Hütter weiß, was er an der Eintracht hat"

Das Vertrauensverhältnis zwischen der Eintracht und Hütter ist in den letzten Jahren ohnehin stetig gewachsen, zu einem Verbleib des Trainers über den kommenden Sommer hinaus äußerte sich Hübner durchaus zuversichtlich. Der gebürtige Wiesbadener erinnerte an den schweren Start Hütters 2018 mit dem Pokal-Aus beim Regionalligisten SSV Ulm und der 0:5-Klatsche im Supercup gegen den FC Bayern München. "Er hat nie vergessen, wie dann auch der Verein auch zu ihm gestanden hat. Da haben wir gemerkt, dass etwas Großes entstehen kann. Sodass ich glaube, dass Adi Hütter weiß, was er an Eintracht Frankfurt hat", ist sich Hübner sicher, dass ein Abgang von den Hessen kein einfacher wäre und vom Trainer entsprechend wohl überlegt. Ein Wechsel im Sommer ist dabei unwahrscheinlich, einer nach Gladbach wird dabei ohnehin kein Thema sein. 

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Benjamin Heinrich  
17.02.2021