Eintrachts Topstürmer

Hübner über Silva: Ohne Königsklasse "schwer, so einen Spieler zu halten"

Verbleib bei der Eintracht oder Topklub: Wo führt Silvas Höhenflug im Sommer hin? Foto: Imago

Andre Silva spielt bei Eintracht Frankfurt bislang eine herausragende Saison. Mit jedem Tor mehr steigt aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass im Sommer ein Topklub bei den Hessen anklopft. Sportdirektor Bruno Hübner schätzt die Situation realistisch ein.

Die 21 Treffer von Andre Silva werden in der Bundesliga nur von Robert Lewandowski (Bayern München) überboten. Dass der Portugiese schon bei einigen Topklubs auf der Liste stehen soll, ist die logische Folge. Doch zieht es den 25-Jährigen, der vertraglich noch bis 2023 gebunden ist und wohl keine Ausstiegsklausel besitzt, schon im Sommer weg von Eintracht Frankfurt? Manchester United, Atletico Madrid und der FC Barcelona wurden bislang als potentielle Abnehmer genannt, auch im Umfeld von Borussia Dortmund wurde über Silva als möglicher Haaland-Nachfolger diskutiert. fussball.news hat bei Eintrachts Sportdirektor Bruno Hübner nachgefragt, welche Chancen die Frankfurter haben, den Nationalspieler über den Sommer hinaus am Main zu halten. "Es kann uns nur helfen, wenn wir weiter so erfolgreichen Fußball spielen und uns international qualifizieren", so Hübner, der aber auch Klartext sprach: "Die Champions League wäre in dem Fall ein großes Argument. Sonst wird es schwer für Eintracht Frankfurt, so einen Spieler zu halten." 

"Andre weiß, was er der Eintracht zu verdanken hat"

Silva fühlt sich in Frankfurt wohl, erlebt bei der Eintracht die bislang beste Phase seiner Karriere. Weil es bei den Hessen auf und neben dem Platz passt. "Wenn man seine Laufbahn sieht, da war er relativ früh schon gehyped und hat dann immer wieder einen Rückschlag bekommen. Eintracht Frankfurt ist schon ein Feld, wo er sich super entwickelt hat. Das wird er sicherlich in seine Überlegungen einbeziehen." Seit seinem Weggang vom FC Porto schaffte Silva weder beim AC Mailand noch bei seiner Leihe zum FC Sevilla den großen Durchbruch. Im Sommer 2019 dann der Wechsel zur Eintracht, erst per Leihe, ein Jahr später dann fix. Seine Bilanz seitdem: 49 Bundesligaspiele, 33 Tore, zwölf Vorlagen. Hübner setzt bei einem Verbleib deshalb auch auf weiche Faktoren und appelliert an seinen Stürmer: "Wer Andre kennt, weiß, dass er ein relativ intelligenter Mensch ist. Er weiß schon auch, was er Eintracht Frankfurt zu verdanken hat." Die Champions League allerdings wäre wohl das beste Argument.

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Benjamin Heinrich  
31.03.2021

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