2. Bundesliga

HSV zum Jahresauftakt in Dresden nur Remis, H96 siegt in Rostock

Hamburgs Moritz Heyer (l.) im Duell mit Dynamos Chris Löwe. Foto: Getty Images

Zum Jahresauftakt 2022 in der 2. Bundesliga trennten sich Dynamo Dresden und Aufstiegsaspirant Hamburger SV am Freitagabend nur 1:1 - Hannover 96 holte den ersten Dreier des Jahres mit einem knappen 1:0 in Rostock. 

 

Im Heimspiel gegen den Hamburger SV brachte Dynamo-Coach Alexander Schmidt mit Vaclav Drchal einen Neuzugang für Morris Schröter. Außerdem lief Julias Kade für Robin Becker von Beginn an auf. Schmidts Gegenüber Tim Walter brachte lediglich David Kinsombi für Bakery Jatta. Und die Dresdener begannen ordentlich, übten früh Drück aus auf die Hanseaten. Yannick Stark (4. Minute) prüfte erstmals HSV-Keeper Daniel Heuer Fernandes. Die Hamburger hatten in der Folge offensiv nur wenig Ideen. Lediglich ein Querpass von Kinsombi (16.) brachte Gefahr, konnte aber zur Ecke geklärt werden. Der Mittelfeldspieler fiel dann auf mit einem Ballverlust gegen Kade, der aus spitzem Winkel an Heuer Fernandes scheiterte (30.).

Glatzel mit der Führung - Daferner mit der Antwort 

Der HSV stellte anschließend den Spielverlauf auf den Kopf. Mit dem ersten Hamburger Torschuss traf Glatzel nach einem gut herausgespielten Konter und Traumvorlage von Sonny Kittel zum 1:0 (38.). Und in der Folge hatten die Hanseaten sogar die Chance zu erhöhen. Nach einem Fehlpass der Dresdener war Alidou zur Stelle und spielte auf Kittel, der abzog (42.). Broll konnte den Ball nur nach vorne abwehren, doch der Nachschuss von Alidou ging klar drüber. Mit der Führung für den HSV ging es in die Pause.

Glatzel war es auch nach der Pause, der die erste Möglichkeit hatte. Nach einem Eckball vergab der Angreifer knapp (49.). Den nächsten Treffer erzielten dann die Dresdner. Torjäger Christoph Daferner war nach Flanke von Kade per Kopf zur Stelle (61.). Und die Sachsen machten anschließend vom Ausgleich beflügelt Druck. Königsdörffer hatte gleich zwei Möglichkeiten aus spitzem Winkel (69./72.). Auf der Gegenseite zwang Kittel Broll zu einer tollen Parade (84.). Auch Jatta (86.) konnte das Siegtor nicht erzielen, verzog bei seinem Kopfball knapp. Deshalb blieb es bei der Punkteteilung und der HSV könnte am 19. Spieltag Platz Drei verlieren. 

Duljevic verpasst Führung mehrmals

In der zweiten Partie des Freitagabends sahen sich Hansa Rostock und Hannover 96 gegenüber. Beide Teams veränderten ihre Startelf im Vergleich zum letzten Spieltag im alten Jahr auf gleich vier Positionen. Rostocks Trainer Jens Härtel bot John Verhoek, Lukas Fröde, Bentley Baxter Bahn und Thomas Meißner für Ryan Melone, Björn Rother, Streli Mama und Ridge Munsy auf. Sein Gegenüber Christoph Drabowski setzte auf Ron-Robert Zieler, Neuzugang Mark Diemers, Cedric Teuchert und Gael Ondoua statt Martin Hansen, Dominik Kaiser, Sebastian Ernst und Mike Frantz. Rostocks Haris Duljevic eröffnete mit einer Großchance die Partie (8.). Der Bosnier vergab frei das leere Tore, nachdem Verhoek sich in der Mitte durchsetzen konnte. Duljevic scheiterte im Anschluss auch aus der Distanz (10.) und per Volley (20.). Zwischendurch vergaben auch Pascal Breier (11. / per Kopf) und Fröde (16.) mit einem Distanzschuss. Anschließend waren nach der guten Anfangsphase der Rostocker Chancen Mangelware, weshalb es mit der Nullnummer in die Pause ging. 

Maina mit dem Tor des Tages 

Aus der Pause kamen dann die Hannoveraner mit Schwung. Diemers (51.) verzog aus der Distanz, Breier (57.) nach Querpass von Kerk im Strafraum. Besser machte es dann eine Minute später Linton Maina. Der Offensivspieler gewann einen Ball in der Offensive und schlenzte anschließend den Ball ins rechte Eck (58.). Neidhard hatte die Chance auf den Ausgleich (68.), fand aber im Eins-gegen-Eins in Zieler seinen Meister. Viele Wechsel in der Folge brachen den Spielfluss. Einzig H96-Stürmer Maximilian Beier hätte in der Nachspielzeit noch auf 2:0 erhöhen können, scheiterte aber an Hansa-Keeper Markus Kolke. Es blieb beim knappen, schmeichelhaften Sieg, mit dem die Niedersachen vorerst auf Platz zwölf und an Rostock vorbei springen konnten. 

Benjamin Heinrich  
14.01.2022