Mit Lilien aufgestiegen

HSV-Zeit? Gjasula: "Ich habe eine Scheißsaison gespielt"

Gjasula hat beim HSV keine großen Spuren hinterlassen. Foto: Getty Images
Gjasula hat beim HSV keine großen Spuren hinterlassen. Foto: Getty Images

Klaus Gjasula ist den meisten Bundesliga-Fans wohl als 'Rekord-Rowdy' in Erinnerung geblieben. Beim SC Paderborn stellte der albanische Nationalspieler 2019/20 mit 17 Gelben Karten einen neuen Höchstwert im deutschen Oberhaus auf. Nun ist er mit dem SV Darmstadt zurück, nachdem der Aufstieg mit dem Hamburger SV 2020/21 noch misslungen war.

Seinerzeit sollte der robuste Sechser mit seiner Erfahrung ein wichtiges Puzzlestück für die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune werden. Nach durchwachsenen ersten Monaten ereilte Gjasula eine Knieverletzung, infolge der Rückkehr in den Kader spielte er keine große Rolle mehr. Nach nur einer Saison ließ der HSV den heute 33-Jährigen ablösefrei nach Darmstadt ziehen, wo er ein wertvoller Kaderspieler ist. Dass der Aufstieg mit den Lilien auch zuungunsten der Rothosen gelungen ist, bringt bei Gjasula aber keine Schadenfreude hervor.

"Mir ist kein Unrecht angetan worden"

"Ich kann mein Jahr in Hamburg schon richtig einordnen. Ich wurde nicht vom Hof gejagt, und mir ist auch kein Unrecht angetan worden. Ich habe eine Scheißsaison gespielt", erklärt er gegenüber dem kicker mit deutlichen Worten. Der HSV sei ein Klub, bei dem "man selten eine zweite Chance bekommt". Zwar hätte er die gerne genutzt, um den Eindruck der ersten und einzigen Saison an Alster und Elbe geradezurücken. "Aber ich weiß auch: Es gibt noch ganz andere Spieler, denen es ähnlich ging. Und im Nachhinein bin ich sowieso total froh, nach Darmstadt gekommen zu sein."

Woran scheitert der HSV?

Mit dem SVD geht es für Gjasula nun ins zweite Bundesliga-Abenteuer, nachdem es mit Paderborn nur ein Jahr gedauert hatte. Hamburg muss hingegen weiter auf die ersehnte Rückkehr warten. "Ich habe erlebt, was es bedeutet, in einem Verein wie dem HSV zu spielen. Jeder Gegner ist extramotiviert, zugleich der Erwartungsdruck riesig, gerade vom Umfeld", erläutert Gjasula. Darmstadt sei ein Verein, in dem "länger Rückendeckung" gewährleistet sei: "Da bleiben alle ruhig, auch wenn man mal zwei Spiele in Folge verliert. Und man sieht ja, dass diese Ruhe nicht schadet."

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Lars Pollmann  
18.07.2023