Ex-Profi

HSV und Werder in Liga zwei? Wicky: "Es tut mir weh"

Wicky leidet aus den USA mit. Foto: Imago
Wicky leidet aus den USA mit. Foto: Imago

Nach fünf Spieltagen in der 2. Bundesliga hinken die vermeintlichen Aufstiegsfavoriten dem Anspruch der Öffentlichkeit hinterher. Neben dem FC Schalke 04 betrifft es auch Werder Bremen und den Hamburger SV. Raphael Wicky leidet aus den USA mit seinen Ex-Klubs.

Der 44-jährige Chefcoach von Chicago Fire hat für die beiden Nordrivalen in der Bundesliga und im Europapokal gespielt. Heute wirkt das so weit weg, wie sich Wicky von den alten Wirkungsstätten befindet. Der Niedergang des HSV hält dabei schon länger als bei Werder. Bei der Einschätzung tut sich der Schweizer schwer, weil er die Interna nicht kenne. "Der HSV war aber schon zu meiner Zeit und auch vorher stets unruhig. Es gab immer sehr viele Leute, die dort mitreden und mitbestimmen wollten", erklärt Wicky gegenüber der Bild-Zeitung.

"Werder geriet nie in Panik"

Mangelnde Kontinuität sei "immer eine Gefahr und ein Hindernis" gewesen, weshalb sich der HSV nicht "im oberen Bereich der Bundesligatabelle oder wenigstens im Mittelfeld festsetzen kann", so Wicky. Schließlich sei Kontinuität eines der wichtigsten Rezepte für Erfolg. Das galt auch über Jahre bei Werder Bremen, das zuletzt aber die falsche Ausfahrt genommen hat. "Man geriet nie in Panik, egal wie groß der Druck von außen war. Jetzt ist das leider auch anders", sagt der einstige Mittelfeldmann.

"Großen Teil meiner Karriere geprägt"

"Es tut mir weh zu sehen, wie die Klubs, die einen großen Teil meiner Karriere geprägt haben, abgestürzt sind." Theoretisch hätte Wicky auch Lust, mit einem eigenen Engagement dabei zu helfen, seine ehemaligen Vereine wieder nach vorne zu bringen. "Natürlich ist ein Trainerjob in der Bundesliga oder bei einem Klub, der dorthin gehört, reizvoll", erklärt er und nennt die Verbindung zum HSV und Werder "speziell". Allerdings richte Wicky seine Zukunft "nicht nach persönlicher Vergangenheit aus". 

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Lars Pollmann  
02.09.2021