Tod der Klublegende

HSV schon bald im 'Uwe-Seeler-Stadion'? Geduld ist gefragt

Die Bronze-Statue von Seelers Fuß ist ein Ort der Verehrung geworden. Foto: Getty Images
Die Bronze-Statue von Seelers Fuß ist ein Ort der Verehrung geworden. Foto: Getty Images

Dem Hamburger SV steht das womöglich emotionalste Heimspiel der Vereinshistorie bevor. Am Sonntag geht es gegen Hansa Rostock, das Sportliche steht aber nicht im Vordergrund. Vielmehr kommen über 50 000 Fans zusammen, um gemeinschaftlich um Uwe Seeler zu trauern. Nach ihm könnte das Volksparkstadion bald benannt sein.

Ein entsprechender Vorstoß von Investor Klaus-Michael Kühne (fussball.news berichtete) findet in der Öffentlichkeit viel Zuspruch. HSV-Legende Felix Magath geht sogar so weit zu sagen, alles andere als die Umbenennung des Stadions nach 'Uns Uwe' sei "völlig daneben". Die Wahl liegt nun beim Verein, der infolge der traurigen Nachricht vom Donnerstagnachmittag naturgemäß noch nicht so weit ist, konkrete Entscheidungen zu präsentieren.

HSV nimmt sich "Zeit und Ruhe"

"Wir bitten um Verständnis, dass wir uns die Zeit und Ruhe für mögliche Überlegungen zum Gedenken Uwe Seelers nehmen werden", zitiert die Hamburger MOPO eine Mitteilung des Zweitligisten vom Freitag. Sicherlich gebietet der Anstand, zum Beispiel die Beisetzung der Klubikone abzuwarten. Zudem dürften die Verantwortlichen Rücksprache mit der Familie des DFB-Ehrenspielführers halten. Seeler hat immer große Bescheidenheit und Bodenständigkeit ausgezeichnet. Ob der einstige Torjäger selbst überhaupt wollen würde, dass der HSV künftig im 'Uwe-Seeler-Stadion' spielt?

Straße könnte erst in zwei Jahren umbenannt werden

Andere Vorstöße, beispielsweise aus der Hamburger Politik, gehen derzeit dahin, eine Straße im Stadionumfeld oder einen Platz in der Hansestadt nach Seeler zu benennen. Auch hier ist aber keineswegs mit einer schnellen Entscheidung zu rechnen. Wie das Boulevardblatt erinnert, wäre eine solche Huldigung für den vielleicht beliebtesten Fußballer Deutschlands ohnehin erst zwei Jahre nach dessen Tod möglich.

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Lars Pollmann  
23.07.2022