Nach dreieinhalb Jahren

HSV erhält Teil der Cleber-Ablöse

Clebers Dasein in Hamburg war für den HSV von geringem Wert.
Clebers Dasein in Hamburg war für den HSV von geringem Wert. Foto: Imago Images

Zweieinhalb Jahre nachdem der Hamburger SV Cleber Reis aus seiner Heimat Brasilien an die Alster geholt hatte, ging eine von wenig Erfolg geprägte Zusammenarbeit zu Ende. Sein Wechsel zum FC Santos verkam schließlich zur Farce. Inzwischen ist ein Teil der Ablöse in Hamburg eingegangen.

Was lange währt, wird endlich gut, heißt es im Volksmund. Beim Hamburger SV trifft dies auf die Causa Cleber Reis zu. Wie die Bild berichtet, haben die Buchhalter des HSV eine erste Kontobewegung vernommen – zwei Millionen Euro sollen vom FC Santos in den Norden Deutschlands überwiesen worden sein. Weitere 1,1 Millionen Euro dürfen die Brasilianer in Raten zahlen, 400.000 Euro haben die Hanseaten erlassen.

Vertragsstrafe plus Zinsen

Hintergrund: Der HSV hatte Cleber im Februar 2017 für 2,5 Millionen Euro an Santos verkauft, aber bis heute vergeblich auf den Zahlungseingang gewartet. Die Hamburger schalteten in der Folge neben der FIFA auch den Sportgerichtshof CAS ein. Im August vorigen Jahres wurde Santos neben der fälligen Ablöse eine Million Euro Vertragsstrafe sowie 500.000 Euro Zinsen aufgebrummt. Überdies wurde Santos ab Januar dieses Jahres mit einer Transfersperre belegt.

Sollte der Klub aus der brasilianischen Hafenstadt den Restbetrag nicht bis spätestens März 2021 zahlen, drohen Konsequenzen in Form einer weiteren Transfersperre. Cleber hatte für den HSV lediglich 44 Pflichtspiele bestritten. Momentan ist er an den Zweitligisten AA Ponte Preta verliehen.

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Andre Oechsner  
09.10.2020