Ulreich-Transfer bedroht seinen Stammplatz

HSV-Absage trifft niemanden so hart wie Heuer Fernandes

Heuer Fernandes droht trotz guten Starts die Bank. Foto: Martin Rose/Getty Images
Heuer Fernandes droht trotz guten Starts die Bank. Foto: Martin Rose/Getty Images

Der Hamburger SV kann die am Wochenende verlorene Tabellenführung am heutigen Sonntag nicht zurückerobern. Wegen positiver Corona-Fälle bei Erzgebirge Aue fällt die Begegnung im Volkspark aus. Das trifft wohl keinen Spieler so hart wie Daniel Heuer Fernandes. 

Der Keeper hätte die Partie gegen die Veilchen nutzen wollen, um sich im neuen Torhüter-Zweikampf mit Sven Ulreich in Stellung zu bringen. Den Routinier hat der HSV am Samstag vom FC Bayern verpflichtet, er kommt sicher mit dem Anspruch, Heuer Fernandes als Nr.1 zu verdrängen. Der Deutsch-Portugiese hatte sich in der noch jungen Saison nichts zu schulden kommen lassen. Doch die Rothosen konnten bei Ulreich nicht nein sagen. "Solche Situationen haben wir aber sonst auch in der Mannschaft. Wir haben versucht, mit jedem Transfer die Qualität im Kader zu erhöhen", sagte Daniel Thioune am Freitag in einer Pressekonferenz.

Heuer Fernandes wird eine Chance genommen

"Die Torhüter sind bislang mit ihre Rollen professionell umgegangen, aber das erwarte ich auch", so der neue Chefcoach des HSV. Heuer Fernandes hatte sich im Sommer gegen Tom Mickel und Julian Pollersbeck durchgesetzt, der den Klub zwischenzeitlich Richtung Olympique Lyon verlassen hat. Ulreich muss nun aber als Favorit auf den Platz zwischen den Pfosten gelten. "Wer Daniel kennt, weiß, dass er sehr ambitioniert ist", sagt Thioune. "Ich glaube, dass er mit aller Macht beweisen will, wie gut er im Tor ist." Die Chance dazu ist ihm nun genommen worden. Ob er nach der Länderspielpause eine neue erhält, scheint fraglich.

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Lars Pollmann  
04.10.2020