Vor Darmstadt-Spiel

HSV-Absage? Dursun: "Wollte nicht mehr zweite Liga spielen"

Dursun verzichtete auf die Heimkehr nach Hamburg. Foto: Imago
Dursun verzichtete auf die Heimkehr nach Hamburg. Foto: Imago

Der Hamburger SV trifft am heutigen Sonntag in der 2. Bundesliga auf den SV Darmstadt. Das letzte Aufeinandertreffen mit den Lilien verloren die Rothosen im April. Beinahe selbstverständlich war auch Torschützenkönig Serdar Dursun für die Hessen erfolgreich. Der Stürmer spielt inzwischen für Fenerbahce.

Nicht zuletzt, weil sein Vertrag am Böllenfalltor ausgelaufen war, interessierten sich im Sommer zahlreiche Klubs für Dursun. Auch der HSV hoffte darauf, ihn als Nachfolger von Simon Terodde verpflichten zu können. Es hätte Charme gehabt, ist der 29-Jährige doch gebürtiger Hamburger und macht keinen Hehl aus seiner Affinität zum Klub. "Ich wollte nicht mehr in der zweiten Liga spielen. Und es war eine super Entscheidung", sagt Dursun nun aber gegenüber der Hamburger MOPO.

"Verbindung zu Darmstadt ist noch sehr groß"

Stattdessen hat er sich den Traum erfüllt, mit Fenerbahce für einen türkischen Top-Klub zu spielen. "Der Rummel ist vergleichbar mit dem, was in Deutschland bei Bayern und Dortmund los ist", erklärt Dursun. Vor dem Duell des HSV gegen Darmstadt schlagen beim Angreifer gewissermaßen zwei Herzen in der Brust. "Meine Verbindung zu Darmstadt ist noch sehr groß. Deshalb bin ich für sie", sagt Dursun.

"Der HSV wird jetzt wohl gewinnen"

In fünf Jahren würde seine Antwort aber wohl anders ausfallen, ergänzt der Torjäger. Soweit zu seiner Hoffnung für den Sonntag. Aber was, glaubt Dursun, wird im Volkspark wirklich passieren? "Da ich ja nicht mehr auf dem Platz stehe, wird der HSV jetzt wohl gewinnen", scherzt er. Tatsächlich hatte Dursun mit den Lilien gegen die Hanseaten eine ausgeglichene Bilanz von sechs Spielen mit je zwei Siegen, Remis und Niederlagen. Dabei war er viermal als Torschütze und zweimal als Vorbereiter an Treffern der Gäste vom Sonntag beteiligt.

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Lars Pollmann  
22.08.2021