Flügelspieler vor Transfer

Hrustic drängt auf Wechsel zur Eintracht

Hrustic möchte unbedingt nach Frankfurt wechseln.
Hrustic möchte unbedingt nach Frankfurt wechseln. Foto: Getty

Ajdin Hrustic hat sich für einen Wechsel vom FC Groningen zu Eintracht Frankfurt entschieden. Die Verhandlungen zwischen den Klubs gestalten sich schwierig, der Flügelspieler fordert nun die Freigabe.

Eintracht Frankfurt hat Ajdin Hrustic von einem Wechsel überzeugen können. Der Vertrag des 24-Jährigen läuft bei Groningen im kommenden Jahr aus, die Eintracht ist laut Bild nicht gewillt, mehr als eine Ablöse im hohen sechsstelligen Bereich zu zahlen. Besiegelt ist der Transfer daher noch nicht: Die Niederländer haben dem Australier, der von 2012 bis 2014 im Nachwuchs des FC Schalke spielte, noch nicht die Freigabe für den Wechsel in die Bundesliga erteilt, sollen dem Bericht nach zwei Millionen Euro fordern.

Wegen Eintracht-Angebot: Hrustic mit "dem Kopf nicht bei der Sache"

Am Sonntag kam Hrustic, an dem wohl auch der 1. FC Köln Interesse zeigte, beim 1:0 über ADO Den Haag noch in der Startelf von Trainer Danny Buijs zum Einsatz. "Ich bin ganz ehrlich, ich habe es heute für den Coach getan, zu dem ich ein gutes Verhältnis habe. In den letzten Tagen war ich nicht wirklich mit dem Kopf bei der Sache", sagte der Mittelfeldspieler der niederländischen Regionalzeitung Dagblad van het Noorden.

Seinen angestrebten Wechsel erklärte der Nationalspieler wie folgt: "Ich möchte diesen Schritt machen und dem Klub helfen, etwas an mir zu verdienen. Ich weiß nicht genau, welcher Betrag gehandelt wird, da mische ich mich nicht ein, aber es ist besser für den Klub, etwas einzunehmen als nicht." Hrustics Vertrag läuft 2021 aus. Von Groningens Technischem Direktor Mark-Jan Fledderus fordere er deshalb, "grünes Licht zu geben."

Flügelspieler fordert Freigabe

Sollte ihn der Eredivisie-Klub nach wie vor nicht gehen lassen, wäre Hrustic eigenen Aussagen nach sehr gekränkt und setzt seinen Klub unter Druck: "Wenn sie mich das nicht tun lassen, bin ich wirklich enttäuscht von ihnen. Wütend werde ich nicht sein, aber zutiefst niedergeschlagen. Ich hoffe wirklich, dass es in den kommenden Tagen klappt."

Groningen-Manager Fledderus machte seinem Spieler in diesem Zuge aber klar: "Ob wir ihn gehen lassen, hängt einzig davon ab, ob wir den richtigen Preis bekommen." Was aktuell noch nicht der Fall sei. Laut dem Niederländer denke der Verein dabei rein wirtschaftlich: "Wir haben einen gewissen Betrag, den wir fordern, und sind noch weit davon entfernt, diesen zu erreichen. Das kann sich jedoch sehr schnell ändern."

Klappt es bis zum 5. Oktober?

Der Eintracht droht weiter eine Hängepartie beim Hrustic-Transfer. Sollte es tatsächlich vor dem 5. Oktober nichts mehr mit dem Wechsel werden, hat der Flügelspieler aber schon einen Plan: "Dann unterschreibe ich im Januar in Frankfurt und gehe nach der Saison."

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Adrian Kuehnel  
21.09.2020