Bayer Leverkusen

Hradecky: "Müssen es lieben, zu leiden und zu verteidigen"

Hradecky hadert mit wiederkehrenden Problemen. Foto: Getty Images
Hradecky hadert mit wiederkehrenden Problemen. Foto: Getty Images

Bayer Leverkusen hat den Rückrunden-Auftakt am Samstag gegen Union Berlin über weite Strecken so dominant gestaltet, dass das letztliche Remis kaum Zufriedenheit auslösen konnte. Tatsächlich brauchte es aber sogar für die Punkteteilung ein Comeback. Lukas Hradecky hadert mit Themen, die die Werkself schon länger begleiten.

"Wir müssen es lieben, zu leiden und zu verteidigen. Da fehlen uns vielleicht die letzten paar Prozente, dass wir vorne und hinten nicht konsequent sind. In der Box muss du kompromissloser agieren", zitiert der kicker den Torhüter. Der Kapitän kassierte am Samstag bereits die Gegentore 29 und 30 in der laufenden Saison, nur vier Mannschaften haben mehr zugelassen. Doch Hradecky bezieht sich mit seinen kritischen Anmerkungen nicht ausschließlich auf den eigenen Strafraum.

"Das ist eine Mannschaftssache"

"Wir müssen als Verteidiger den Angreifern helfen, dass die nicht so viele Tore schießen müssen. Umgekehrt würde eine klarere Führung auch weniger Druck für die Abwehr bringen. Das ist eine Mannschaftssache", so Hradecky. Tatsächlich hätte Leverkusen das Spiel frühzeitig eindeutiger in die eigenen Bahnen lenken können, zeigte aber nicht die nötige Konsequenz im Abschluss.

"Das hat uns im Selbstvertrauen getroffen"

"Taktische Gründe" erkennt Hradecky nicht, stattdessen sieht der finnische Nationaltorwart aktuell eher eine gewisse mentale Blockade, nachdem Bayer04 zum Ausklang der Hinrunde gegen die direkten Konkurrenten SC Freiburg, TSG Hoffenheim und Eintracht Frankfurt nur einen Punkt geholt hatte. "Das hat uns im Selbstvertrauen getroffen. Das müssen wir uns durch Siege holen", fordert der Schlussmann. Die nächste Chance gibt es am Samstagabend gegen Borussia Mönchengladbach.

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Lars Pollmann  
10.01.2022