Neue DFL-Chefin

Hopfen: "Ziel muss sein, dass Fans möglichst bald zurückkehren"

Die Bundesliga-Stadien bleiben wieder weitgehend leer. Foto: Getty Images
Die Bundesliga-Stadien bleiben wieder weitgehend leer. Foto: Getty Images

Seit 01. Januar hat die DFL mit Donata Hopfen eine neue Geschäftsführerin. Die 45-Jährige hat inmitten einer neuen Corona-Welle von Christian Seifert übernommen. Selbstverständlich ist ihr Start in den neuen Posten so von der Pandemie geprägt, wie sie in einer Videobotschaft des Ligaverbands erläutert.

Zum Rückrunden-Auftakt stattete Hopfen gewissermaßen der Bundesliga einen Antrittsbesuch ab, als sie dem Spiel zwischen dem FC Bayern und Borussia Mönchengladbach beiwohnte. "Dieser Abend hat mir noch einmal deutlich gemacht, wie sehr die Fans auf den Tribünen fehlen. Ziel muss es sein, dass die Fans möglichst bald zurückkehren", erklärt die Sprecherin des DFL-Präsidiums. "Denn was ist der Fußball ohne seine Fans auf den Rängen?", fragt Hopfen rhetorisch.

Typisch deutscher Flickenteppich 

Die DFL will sich dafür einsetzen, dass künftig wieder mehr Zuschauer zugelassen werden. Aktuell ist in Deutschland ein Flickenteppich zu sehen, bei dem an den meisten Standorten in den beiden Bundesligen, für die der Ligaverband zuständig ist, nur eine verschwindend geringe Stadionauslastung erlaubt ist. Darüber ärgern sich viele Protagonisten, die etwa auf volle Konzerthallen oder Messegelände verweisen. 

 

"Ticket-Einnahmen ganz wichtige Einnahmequellen"

"Klubs und Fans haben gezeigt, dass sie verantwortungsvoll mit der Situation umgehen", führt Hopfen ins Feld. Neben der Tatsache, dass die Atmosphäre einen wichtigen Teil des Fußball-Erlebnisses ausmacht, geht es der DFL-Chefin natürlich auch um die wirtschaftliche Komponente. "Für den Fußball, andere Sportarten und auch die Kultur sind Ticket-Einnahmen ganz wichtige Einnahmequellen", betont Hopfen. Vor dem Hintergrund der Geisterspiele warnten zuletzt schon beispielsweise der künftige DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund und Marcell Jansen, Präsident des Hamburger SV, vor den Folgen für den deutschen Profifußball.

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Lars Pollmann  
14.01.2022