Ex-Boss erwartet harte Hand in Verhandlungen

Holzhäuser: Bayer bei Havertz "nicht auf 3,50 Euro angewiesen"

Havertz hat sich seinerseits wohl längst für Chelsea entschieden. Foto: MARTIN MEISSNER/POOL/AFP via Getty Images
Havertz hat sich seinerseits wohl längst für Chelsea entschieden. Foto: MARTIN MEISSNER/POOL/AFP via Getty Images

Eine lange Zeit verheißungsvolle Saison von Bayer Leverkusen ist in einer ziemlichen Ernüchterung geendet. Die Champions League verpasst, zwei Titelchancen verspielt: Die Werkself hadert mit sich selbst. Top-Star Kai Havertz will gehen, doch noch gibt es keine Einigung mit dem FC Chelsea. Wolfgang Holzhäuser rechnet mit einer harten Haltung seitens seines Ex-Klubs.

Die Verhandlungsführer kennen sich dabei seit Jahren. Rudi Völler auf Seite von Bayer04 bekommt es mit Marina Granovskaia zu tun, die als wohl mächtigste Frau im Weltfußball die Geschicke von Chelsea entscheidend leitet. Die Direktorin der Blues, gemeinhin nur mit ihrem Vornamen referenziert, hat sich ihrerseits den Ruf als zähe Verhandlungspartnerin erworben. "Marina weiß, dass Chelsea das bezahlen muss, was Leverkusen will, um Kai Havertz zu bekommen", sagt Holzhäuser nun. "Bayer ist nicht auf 3,50 Euro angewiesen. Der Transfermarkt wird in diesem Jahr anders sein, aber Havertz ist auf jeden Fall 100 Millionen Euro wert."

"Immer fair, offen und seriös"

Der langjährige Geschäftsführer von Leverkusen hat selbst noch Verhandlungen mit Chelsea und Granovskaia geführt. Etwa 2012 und 2013, als es um Andre Schürrle und Kevin de Bruyne ging. "Die Gespräche haben nie lange gedauert und gehörten zu den angenehmsten, die ich geführt habe. Marina wollte Fakten und unsere Vorstellungen wissen und hat dann ihre Position gesagt", erinnert Holzhäuser. Die 45-Jährige trete in der Sache hart auf, "aber immer fair, offen und seriös". Dem Vernehmen nach liegen Leverkusen und Chelsea in der Cause Havertz durchaus noch einige Meter auseinander.

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Lars Pollmann  
17.08.2020