"Der Videobeweis muss weg"

FCA-Boss Hofmann fordert Aus für VAR: "Pseudogenauigkeit macht das Spiel kaputt"

Klaus Hofmann hofft auf ein zeitnahes Aus des VAR. Foto: Getty Images.
Klaus Hofmann hofft auf ein zeitnahes Aus des VAR. Foto: Getty Images.

Auf der Mitgliederversammlung des FC Augsburg hat sich Vereinspräsident Klaus Hofmann gegen den Video-Assistenten ausgesprochen. Ein entsprechender Vorstoß bei der Deutschen Fußball-Liga (DFL) ist allerdings nicht geplant.

In der Bundesliga können die Schiedsrichter seit der Saison 2017/18 auf den Video-Assistenten zurückgreifen. Seither wird regelmäßig über Vor- und Nachteile der zusätzlichen Unparteiischen, die im Video-Assist-Center in Köln stationiert sind, diskutiert. Klaus Hofmann, Präsident des FC Augsburg, vertritt in dieser Debatte eine klare Position: "Der Videobeweis muss weg", sagte der 54-Jährige gemäß dem kicker auf der Mitgliederversammlung der Fuggerstädter am Dienstag.

"Diese Pseudowissenschaftlichkeit hat keine klare Linie"

Hofmann betonte, der Video-Assistent könne keine hundertprozentige Genauigkeit in den Entscheidungen garantieren: "Was wir nicht bedacht haben, ist, dass diese Pseudowissenschaftlichkeit keine klare Linie hat. Wo ist die Grenze zwischen 100 und 99 Prozent, zwischen 99 und 98 Prozent? Daran krankt der Videobeweis", so der FCA-Boss, der betonte: "Diese Pseudogenauigkeit, die wir uns vorgaukeln, macht das Spiel kaputt. Es macht den Fußball schlimm, wenn man nicht weiß, ob man sich freuen kann, weil man warten muss, ob ein Tor zählt oder nicht." Von einem entsprechenden Vorstoß bei der DFL zur Abschaffung des Video-Assistenten sehe Hofmann dennoch ab, so der kicker. Demnach sei ihm bewusst, dass der FC Augsburg im Alleingang keine Chance habe, dem Hilfsmittel der Unparteiischen ein Ende zu bereiten. 

Florian Bajus  
21.10.2021