"Lebensinhalt" Schalke

Höwedes: "Zu früh, über eine Rückkehr zu reden"

Höwedes stehen auf Schalke sicher viele Türen offen. Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images
Höwedes stehen auf Schalke sicher viele Türen offen. Foto: Lars Baron/Bongarts/Getty Images

Weltmeister Benedikt Höwedes hat kürzlich seine aktive Laufbahn beendet. Gleich nach Bekanntmachung begannen die Träume vieler Fans des FC Schalke 04, schon bald ihren einstigen Liebling in neuer Funktion zurück bei den Königsblauen zu sehen. Doch der frühere Kapitän lässt sich Zeit.

"Ich fühle mich mit Schalke extrem verbunden, aber heute ist es noch zu früh, über eine Rückkehr zu reden", so der 32-Jährige gegenüber Sport Bild. "Die Zeit wird zeigen, ob und in welcher Funktion es zu einem späteren Zeitpunkt für beide Seiten sinnvoll erscheint." Höwedes strebt dem Vernehmen nach keine Trainerkarriere an, sondern will sich eher dem Management-Bereich widmen. Zunächst macht für den Münsterländer aber wohl ein gewisser Abstand zum Profifußball Sinn. Immerhin hatte er sich bei seinem Rücktritt mit kritischen Worten geäußert, hatte die Entfremdung des Sports von seinen Fans kritisiert.

"Immer auch Identifikationsfigur des Vereins"

Als einen solchen sieht sich Höwedes selbst nun zunächst. "Wie viele meiner Kumpel auch" werde er bei Spielen des FC Schalke 04 nun einfach mitfiebern. Selbst hatte er für seinen Herzensverein 335 Pflichtspiele bestritten, viele davon als Kapitän. Der Abschied im Jahr 2017, als Höwedes von Trainer Domenico Tedesco mehr oder minder aussortiert wurde, hinterließ allerdings Spuren. "Weil ich immer auch Identifikationsfigur des Vereins war, hat es mich sehr getroffen", sagt er im Rückblick. Schalke sei schließlich nicht nur eine Station seines Fußballer-Lebens gewesen, sondern ein "Lebensinhalt". Viele Fans würden sich freuen, wenn das in nicht allzu ferner Zukunft auch in einer offiziellen Tätigkeit münden sollte. 

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Lars Pollmann  
05.08.2020