Bundesliga im Nachteil?

Hoeneß über 50+1-Regel: "Werden große Probleme haben"

Hoeneß hat sich beim FC Bayern weitestgehend zurückgezogen. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Hoeneß hat sich beim FC Bayern weitestgehend zurückgezogen. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Uli Hoeneß sieht die Bundesliga aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklungen im europäischen Fußball im Nachteil. Einen Zusammenhang will der Ehrenpräsident des FC Bayern auch in der 50+1-Regel erkannt haben.

Über das Für und Wider der 50+1-Regel, die vorschreibt, dass ein Verein mindestens 51 Prozent der Anteile halten muss, wird seit Jahren diskutiert. Eine Abschaffung dieser Regelung wird häufig kritisch beäugt, laut Uli Hoeneß droht sie allerdings dafür zu sorgen, dass die Bundesliga im internationalen Vergleich an Boden verliert. "Wenn die Bundesliga – das gilt nicht für Bayern München – nicht darüber nachdenkt, die 50+1-Regel aufzulösen, werden wir große Probleme haben, international auf Dauer mithalten zu können", sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern im Gespräch mit der Redaktions-Kooperation "G14plus", zu der auch die Neue Osnabrücker Zeitung gehört.

Nicht nur Bundesliga betroffen

Allerdings sei nicht alleine die Bundesliga im Nachteil. Generell sorge er sich wegen der "Diskrepanz zwischen dem deutschen Fußball, dem französischen mit Ausnahme von Paris Saint-Germain und teilweise dem italienischen gegenüber Ländern, die vor allem arabisches Geld, aber auch amerikanisches in Milliardenhöhe haben", sagte Hoeneß.

Florian Bajus  
18.06.2022