Harte Worte

Job beim DFB? Hoeneß würde "einen Herzinfarkt" bekommen 

Hoeneß trat 2019 als Präsident des FC Bayern ab.
Hoeneß trat 2019 als Präsident des FC Bayern ab. Foto: Andreas Rentz/Getty Images

Mit Uli Hoeneß übt der frühere Präsident des FC Bayern scharfe Kritik in Richtung DFB. Laut dem 69-Jährigen ist der Verband momentan alles andere als gut aufgestellt.

"Eines ist klar, die nächsten drei Jahre werden brutal im Fußball, weil die ganzen Strukturen kaputt sind in der Nachwuchsarbeit, im Amateurbereich, in den kleinen Vereinen", echauffierte sich Uli Hoeneß nun in einem Interview mit dem kicker. Der langjährige Macher des FC Bayern erklärte: "Weil der DFB unfähig ist, müssen die Vereine alles selbst machen. Vom DFB erwarte ich gar nichts."

Hoeneß redet sich in Rage: "Weil der DFB unfähig ist"

Wie der 69-Jährige schilderte, sind "hunderttausende Mitglieder" ausgetreten, "es gibt immer weniger Ehrenamtliche", so Hoeneß. "Das", so der gebürtige Ulmer, "sind die Probleme, und der DFB hat kein Konzept, wie es weitergehen soll. Bis März, bis zur Wahl des Präsidenten, passiert eh gar nichts, und dann ist schon wieder ein Vierteljahr verloren". Dass er selbst beim DFB aufräumen könnte, schließt der Ex-Bayern-Patron indes aus: „Nein, nein. Da würde ich mich jedes Mal so aufregen, dass ich einen Herzinfarkt bekäme.“ Und auch als Ratgeber des Verbands will er sich nicht einbringen. "Die wollen doch keine starken Berater mit anderen Meinungen", stellte er klar.

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Adrian Kuehnel  
03.01.2022