Ehrenpräsident

Hoeneß attestiert Bayern "Larifari-Mentalität"

Hoeneß äußert sich zur Situation beim FC Bayern. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Hoeneß äußert sich zur Situation beim FC Bayern. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Der FC Bayern wird wohl erstmals seit 2013 nicht Meister in der Bundesliga. Stattdessen steht Bayer Leverkusen vor dem Triumph. Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß sieht darin eine Chance für den Rekordmeister, äußert sich aber zugleich zum Mentalitätsproblem der Münchner in den jüngsten Jahren.

Vor dem 27. Spieltag in der Bundesliga beträgt der Vorsprung von Tabellenführer Bayer Leverkusen auf Verfolger FC Bayern satte zehn Punkte. Vieles deutet darauf hin, dass Bayer 04 erstmals in seiner Vereinsgeschichte Meister wird, die Münchner nach elf Meisterschaften in Folge leer ausgehen. Ein Titelgewinn der Leverkusener würde "einen Reflex beim FC Bayern hervorrufen, denn wir würden uns noch mehr wieder ins Zeug legen", sagte nun Uli Hoeneß im BR24Sport-Interview.

Titelserie laut Hoeneß "anormal"

Der 72-Jährige sieht darin eine Chance, dass der FC Bayern wieder zurück zu alter Stärke findet. "Diese Larifari-Mentalität, die teilweise in den letzten ein, zwei Jahren entstanden ist, die wird wieder aufhören und die Ziele sind wieder einfacher zu erzielen", so Hoeneß weiter. Die Serie mit elf Bundesliga-Titeln in Folge bezeichnete der Bayern-Patron indes als "anormal".

Hoeneß sieht Bayern wieder "auf einem guten Weg"

Hoeneß betonte: "Das, was wir jetzt erleben, dass wir möglicherweise in diesem Jahr nicht deutscher Meister werden, das hat es in den letzten 30, 40 Jahren, seit ich hier seit 1979 mit verantwortlich bin, immer wieder mal gegeben." Unter der neuen Führung um Vorstandschef Jan-Christian Dreesen und Sportvorstand Max Eberl sieht der Ehrenpräsident den FC Bayern wieder "auf einem guten Weg". Dies könne allerdings "ein, zwei, drei Jahre dauern, bis man dann wieder die alte Blüte hat."

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Adrian Kühnel  
29.03.2024