Corona-Pandemie

Hoeneß: "Habe Angst, dass der Fußball leidet"

Uli Hoeneß ist seit rund einem Jahr nicht mehr Präsident des FC Bayern.
Uli Hoeneß ist seit rund einem Jahr nicht mehr Präsident des FC Bayern. Foto: Getty

Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern, äußerte sich im Doppelpass von Sport1 auch über die Herausforderungen in Sachen Corona-Pandemie. Dabei sprach er der Politik ein Lob aus, äußerte jedoch auch eine Sorge.

"Wir haben mit der Corona-Krise so lange Geduld gezeigt, daher sollten wir noch zwei, drei Monate weiter Geduld zeigen", warnte Uli Hoeneß vor zu viel Aktionismus und betonte: "Die Bürger sollten weiter diszipliniert sein, dass die Zahlen weiter zurückgehen. Ich bin sicher, dass wir bald einen Impfstoff haben – dann ist die Welt eine andere. Die Leute sollten begreifen, dass sie in diesem Bereich im besten Land der Welt leben." Allerdings räumte Hoeneß auch ein, dass auf den Fußball auch in der Nach-Corona-Zeit Probleme zukommen könnten. „Die größte Sorge, die ich wieder habe, ist, ob die Leute dann überhaupt wieder kommen oder ängstlich sind. Ich habe Angst, dass der Fußball langfristig darunter leidet", so der Weltmeister von 1974. 

Zuschauer-Einnahmen fehlen

Zudem müsse auch der FC Bayern wirtschaftlich rational handeln, erklärte der 68-Jährige und führte aus: "Solange wir keine Zuschauer im Stadion haben, fehlen auch den Bayern 50 bis 60 Millionen Euro. Das muss bei der Finanzplanung eine Rolle spielen." Hoeneß legte dar: "Zwei Saisons wie die vergangene Rückrunde wären auch für uns nicht einfach. Der FC Bayern wird nicht kaputt gehen, aber die wirtschaftliche Gesundheit, die uns immer ausgezeichnet hat, ist in Gefahr, wenn nicht demnächst irgendwann wieder Zuschauer ins Stadion kommen und wir in der aktuellen Phase vernünftig bleiben."

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Daniel Michel  
14.09.2020