Lob für Hoffnungsträger Bobic und Trainer Dardai

Hoeneß: Abstieg "mit diesen Investments schon ein Desaster"

Hoeneß hat lange Jahre bei Hertha die Geschäfte geführt. Foto: Imago
Hoeneß hat lange Jahre bei Hertha die Geschäfte geführt. Foto: Imago

Hertha BSC startet ab der kommenden Woche die Aufholjagd, nachdem das Team der Konkurrenz zuletzt tatenlos zusehen musste. Während seiner Quarantäne rutschte der Klub auf den direkten Abstiegsplatz 17 ab. Ein Scheitern im Abstiegskampf wäre aus Sicht von Dieter Hoeneß durchaus peinlich.

"Ganz ehrlich, mit diesen Investments womöglich abzusteigen, das wäre schon ein Desaster", so der frühere Manager der Alten Dame gegenüber der Bild-Zeitung. Hohn und Spott wären Hertha sicher, so viel steht fest. Immerhin war Lars Windhorst mit hochtrabenden Zielen beim Hauptstadtklub eingestiegen und hat schon eine dreistellige Millionensumme investiert. Schon der Klassenerhalt auf den letzten Drücker ginge eigentlich deutlich an den Ambitionen vorbei.

"Fredi hat in Frankfurt einen richtig guten Job gemacht"

Der große Hoffnungsträger für die Zukunft heißt derweil Fredi Bobic, den Hoeneß zu aktiven Zeiten als Stürmer zur Hertha geholt hatte. Im neuen Sportchef sieht er eine gute Wahl. "Fredi hat in Frankfurt einen richtig guten Job gemacht. Er hat eine Multi-Kulti-Truppe zusammengestellt, daraus ein schlagkräftiges Team aufgebaut." Zudem sei Bobic auch mit unterschiedlichen Trainern gut klargekommen. "Das traue ich ihm auch in Berlin zu, obwohl da die Ungeduld und der Druck größer sind."

"Brauchen einen erfahrenen und guten Mann"

Aktuell steht Pal Dardai bis Ende der kommenden Saison unter Vertrag, der Übungsleiter muss aber laut Medienberichten eine bestimmte Punktzahl erreichen, damit das weitere Jahr auch tatsächlich erfolgt. "Sie brauchen einen erfahrenen und guten Mann. Einen, der die unterschiedlichen Charaktere zusammen bringen kann. Die individuelle Qualität bei vielen Spielern ist ja vorhanden", beschreibt Hoeneß das Profil, das er sich für die Trainerbank von Hertha vorstellt. Explizit hält er auch eine Weiterbeschäftigung von Dardai für denkbar. "Ihn bringt nichts so schnell aus der Ruhe, er kennt den Verein bestens", argumentiert der 68-Jährige.

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Lars Pollmann  
29.04.2021