Eintracht-Spieler mit Buchvorstellung

Hinteregger: "Hoffe, die jungen Spieler lernen aus meinen Fehlern"

Martin Hinteregger bei seiner Buchvorstellung. Foto: Imago

Mit 28 Jahren hat Martin Hinteregger von Eintracht Frankfurt sein erstes Buch geschrieben. Die Vorstellung nutzte der Österreicher für eine weitere Liebeserklärung an die Eintracht und erklärte zudem, was warum mit den Erlösen des Verkaufs passiert.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Nur wenige Fußballprofis schreiben schon während ihrer Karriere ein Buch. Für Martin Hinteregger war das Schreiben von "Innensicht" vor allem auch eine Art "Selbsttherapie", wie er bei der offiziellen Vorstellung zugab. Über Gefühle spricht der Kärtner auch im engsten Kreise nur selten und ungern, weshalb er zu Stift und Papier oder vermutlich eher zum Notebook griff. In seinem Buch spricht er in 45 Episoden über diverse Ereignisse seiner Karriere, darunter auch der Wechsel vom FC Augsburg zu Eintracht Frankfurt, der von einigen Nebengeräuschen begleitet wurde, gibt aber auch sehr persönliche Einblicke in positive wie negative Lebensereignisse. 

Nur ein Mitspieler durfte vorab reinlesen

Die Hoffnung ist groß, dass Menschen vor allem auch die Episode zum Thema Spielsucht als warnendes oder ermutigendes Beispiel nehmen. Auch in der Mannschaft will Hinteregger mit der Lektüre Wirkung erzielen. "Ich hoffe, dass es einige lesen und vor allem die jungen Spieler dann aus meinen Fehlern lernen", sagte der 28-Jährige auf Nachfrage von fussball.news. Mitspieler Timothy Chandler durfte vorab bereits einen Blick in "Innensicht" werfen. Dessen Frau habe sich schon beschwert, dass der Rechtsverteidiger Erziehungsratgeber meidet, aber dann ein solches Buch liest. "Er hat Spaß gehabt und mir gesagt, dass er es cool findet", erzählte der Nationalspieler. Und manch eine Kollege habe schon nachgefragt, ob bestimmte Geschichten wie ein sehr ereignisreicher Mannschaftsabend im Trainingslager in Florida ebenfalls erzählt werden. Diese konnte er beruhigen. "Im großen Ganzem kam es denke ich schon ganz gut an", so Hinteregger. 

"Wir Fußballer verdienen genug Geld"

Mit dem Verkauf des Buches will der Innenverteidiger nicht nur durch die Lektüre selbst Positives bewirken, auch die Erlöse werden komplett gespendet. "Das fühlt sich nicht gut an, wenn ich ein Buch schreiben würde und den Erlös dann für mich behalten würde. Wir Fußballer verdienen schon genug Geld, sodass wir keine Nebeneinkünfte brauchen", erklärte Hinteregger und ergänzte mit einer Liebeserklärung an die Eintracht und die Stadt: "Ich habe einen guten Vertrag hier in Frankfurt, bin glücklich, das fühlt sich hier einfach gut an. Dadurch, dass mein Herz hier in Frankfurt ist und mich mit vielen Menschen in der Stadt richtig identifiziere und sie richtig schätzen gelernt habe und hier gerne bin, werden die Einnahmen viel in Frankfurter Organisationen fließen." 

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Benjamin Heinrich  
10.08.2021