Eintrachts Vize-Kapitän

Hinteregger über Kostic: "Medien haben Schwachsinn geschrieben"

Martin Hinteregger (m.) bejubelt den Treffer von Filip Kostic (r.). Foto: Imago

Eintracht Frankfurt bleibt in der Bundesliga weiterhin ohne Sieg. Gegen den VfB Stuttgart reichte es zuhause nur zu einem 1:1. Trotz Überzahl und Traum-Comeback von Filip Kostic. Kapitän Martin Hinteregger holte in der Causa Kostic nach dem Spiel zum Rundumschlag aus.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Beim letzten Bundesligaspiel bei Arminia Bielefeld (1:1) fehlte Filip Kostic auf Seiten von Eintracht Frankfurt, weil er dem Abschlusstraining fernblieb. Nachdem der anvisierte Wechsel zu Lazio Rom aber platzte, blieb der Serbe bei den Hessen. Im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart (1:1) saß der Nationalspieler zunächst auf der Bank, kam in der 59. Minute ins Spiel und erzielte den Führungstreffer in der 79. Minute. Die Causa Kostic bestimmte in den vergangenen Wochen das Geschehen rund um die Eintracht. Martin Hinteregger sagte nach dem 1:1 gegen die Schwaben auf DAZN: "Für uns war das nie ein Thema und das wird auch nie ein Thema werden für uns intern. Das traurigste ist, dass viele Journalisten und viele Medien einfach nur Schwachsinn geschrieben haben."

Gegen Kostic sein? "Natürlich absoluter Schwachsinn"

Ein Rundumschlag gegen die Medien. Dass der Serbe vom Verein eine Strafe erhalten hat und auch die Verantwortlichen klar Stellung bezogen haben zum Fehlverhalten, ließ der Österreicher in seinem Kommentar außen vor, sagte vielmehr: "Das waren immer so Halbwahrheiten und die haben dann das Publikum und viele Frankfurter dazu aufgebracht, gegen Filip zu sein, was natürlich absoluter Schwachsinn ist. Wenn sie die Wahrheit kennen, dann wäre das ganz anders." Das Publikum habe entsprechend reagiert, bei der Einwechslung des Linksaußen gab es größtenteils im Deutsche Bank Park Beifall und anschließend auch kurze Sprechchöre. Kostic zahlte mit seinem Treffer prompt zurück. "Heute gab es ganz, ganz wenige Pfiffe, das zeigt dann, dass zum Glück nicht viele den Journalisten glauben", kommentierte Hinteregger die Rückkehr des Leistungsträgers.

"Froh, dass Filip wieder da ist" 

Bei einer anschließenden Medienrunde erneuerte der Abwehrspieler seine Vorwürfe: "Ihr habt schon für eine nicht positive Stimmung gesorgt. Natürlich weiß Filip, dass er nicht alles richtig gemacht hat. Aber wir wissen, was genau abgelaufen ist." Was genau in den Tagen vor Schließung des Transferfensters passiert ist oder welche Halbwahrheiten er meinte, ließ der Nationalspieler allerdings offen. Gut möglich, dass dem Defensivspieler vor allem die Forderung einer hohen Strafe für Kostic durch den Mannschaftsrat, von der die Bild-Zeitung berichtete, aufgestoßen war. Die wenigen Zuschauer im Stadion, die bei der Kostic-Einwechslung mit Pfiffen reagiert haben, "haben zu viel den Journalisten geglaubt." Das Team der Eintracht, so der Vize-Kapitän, sei froh, "dass Filip wieder da ist und wenn er noch ein, zwei Spiele so spielt, dann ist alles komplett vergessen." 

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Benjamin Heinrich  
12.09.2021