Zufriedener Österreicher

Hinteregger über Kapitän Rode: "Die logische und beste Wahl"

Martin Hinteregger (l.) mit Sebastian Rode im Test gegen Straßburg. Foto: Imago

Die Entscheidung ist gefallen. Sebastian Rode ist neuer Kapitän von Eintracht Frankfurt. Damit ist auch klar: Martin Hinteregger ist es nicht, doch der Österreicher hadert kein bisschen damit und ist mit dem Amt des Vizes mehr als zufrieden. 

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Im ersten Spiel nach der Bekanntgabe des neuen Kapitäns, musste jener gleich aussetzen. Sebastian Rode fehlte Eintracht Frankfurt beim 2:1 über Saint-Etienne bei der Generalprobe für den DFB-Pokal am kommenden Wochenende. Dessen Stellvertreter Makoto Hasebe führte die Hessen aufs Feld. Der andere Stellvertreter, Martin Hinteregger, trat nach der Partie vor die Presse und gab sich bei der Entscheidung mehr als kollegial: "Ich bin gar nicht enttäuscht. Es war von vornherein eigentlich jedem klar, dass es Seppl Rode werden wird. Er macht seine Aufgaben ganz anders und besser. Deswegen war er die logische und die beste Wahl." Nachdem David Abraham die Eintracht im Januar wieder gen Argentinien verließ, herrschte auf dem Posten des Kapitäns eine Vakanz bei den Frankfurtern. Ex-Trainer Adi Hütter ließ die Position bis zu seinem eigenen Abgang offen.

"Als Deutscher disziplinierter als viele andere"

Das Amt des Vize-Kapitäns sei für den 28-jährigen Hinteregger, der am vergangenen Wochenende noch die Binde trug, obwohl Rode mit auf dem Platz stand, ohnehin "auch was ganz Großes". An seinem Spiel werde sich dadurch aber nichts ändern. Auf dem Platz wird der Innenverteidiger weiter vorangehen. "Da wird sich nichts ändern, auch in der Kabine wird sich nicht viel ändern: Da wird Timmy Chandler der Kapitän bleiben", sagte Hinteregger. Die Vorzüge Rodes liegen für den Nationalspieler auf der Hand: "Das hat sich in den letzten ein, zwei Jahren herauskristallisiert, dass er als Deutscher auch disziplinierter ist als viele andere. Hasebe natürlich auch. Seppl hat ein Wort in der Kabine und er ist Hesse. Das ist auch nochmal ein Faktor. Wenn er auf dem Platz steht, ist er ein absoluter Führungsspieler. Das ist das, was ihn ausmacht. Menschlichkeit ist ein ganz großes Thema bei ihm, deswegen waren wir vom ersten Tag an sehr, sehr gute Freunde." Dass die Wahl Glasners auf einen Freund fiel, dürfte die Sache für Hinteregger noch erträglicher machen. 

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Benjamin Heinrich  
01.08.2021