Eintracht patzt

Hinteregger: "Trapp weiß genau, das darf ihm nicht passieren"

Kevin Trapp (l.) patzt, Martin Hinteregger (m.) kann nur noch zusehen, wie Robert Andrich einschiebt. Foto: Imago

Eintracht Frankfurt patzte in der Anfangsphase bei Union Berlin schwer. Früh gerieten die Hessen deshalb in einen 0:2-Rückstand. Verteidiger Martin Hinteregger nahm im Anschluss kein Blatt vor den Mund.

Nach nicht einmal zwei Minuten musste Frankfurts Keeper Kevin Trapp bei Union Berlin hinter sich greifen. Der 30-Jährige ließ eine harmlose Flanke abprallen, die Unions Robert Andrich dann nur noch einschieben brauchte. "Ich glaube, der Trapp weiß ganz genau, das darf ihm nicht passieren. Kann aber passieren, er ist auch nur ein Mensch", kritisierte Verteidiger Martin Hinteregger nach der Partie. Der Österreicher sah in der Situation allerdings auch nicht gut aus, verlor Andrich aus den Augen.

"Habe irgendeinen Denkfehler gehabt"

Selbstkritik folgte im Anschluss aber auch, denn der 28-Jährige patzte beim zweiten Gegentreffer selbst, verursachte gegen Berlins Taiwo Awoniyi stümperhaft einen Strafstoß. "Ich muss mich cleverer anstellen. Ich habe genau gewusst, dass er den Haken macht, habe dann irgendeinen Denkfehler gehabt. Keine Ahnung, warum mir das passiert." Die Folge: Nach sechs Minuten stand es bereits 0:2. "Zwei Fehler, zwei Gegentore", lautete Hintereggers Beschreibung der Anfangsphase.

"Müssen mal erforschen, woran das liegt"

Die gestaltete sich insgesamt schwierig für die Hessen: "Die ersten 15, 20 Minuten verschlafen wir sehr, sehr oft. Keine Ahnung, warum das so ist. Das ist schon traurig. Wir müssen da irgendwas finden, uns mal zusammensetzen und erforschen, woran das liegt." Der Nationalspieler erklärte dann auch, welche Folgen es hat, wenn ein Verteidiger die Anfangsphase verschläft: "Dem Stürmer reichen 20 schlechte Minuten eines Verteidigers. 70 Minuten gut spielen als Verteidiger ist nicht viel Wert. Das ist dann der Unterschied zwischen Stürmer und Verteidiger."

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Benjamin Heinrich  
29.11.2020