Neuer U21-Chef

Herthas Maier: "Der Fußball hat nicht immer nur positive Seiten"

Arne Maier im Dress der deutschen U21-Nationalmannschaft. Foto: Getty Images

Das letzte Mal trug Arne Maier von Hertha BSC das Trikot mit dem Bundesadler vor über einem Jahr in Halbfinale der U21-Europameisterschaft. Als Anführer und Leistungsträger kehrt der Berliner nun zum Team von Trainer Stefan Kuntz zurück und blickt dabei demütig in die Vergangenheit.

Aus der Mixed Zone in der Wiesbadener Brita-Arena berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Gut gelaunt und reflektiert präsentierte sich Arne Maier am Mittwochabend nach dem Abschlusstraining der U21-Nationalmannschaft vor dem Heimspiel in der EM-Qualifikation gegen Moldau (3. September, 18:15 Uhr) unter anderem auch fussball.news. "Ich bin froh wieder hier zu sein. Es ist ein schönes Gefühl für sein Land zu spielen. Das können schließlich nur wenige von sich sagen", grinste der 21-jährige Herthaner über beide Ohren.

Maier soll das U21-Team anführen

Trainer Stefan Kuntz hatte den Mittelfeldmann von Hertha BSC bereits am Anfang der Woche neben Dennis Geiger (TSG Hoffenheim) zum Anführer der neuformierten Truppe ausgerufen. Eine Rolle, die Maier gerne annimmt: "Ich bin für die Jungs ein Ansprechpartner und auf dem Platz will ich der Mannschaft natürlich auch helfen." Umso bemerkenswerter, weil der U21-Akteur über ein Jahr lang kein Spiel mehr für die höchste Juniorenauswahl Deutschlands absolviert hat. Eine lange und lehrreiche Zeit aufgrund einiger Verletzungen: "Ich kann daraus mitnehmen, dass Fußball nicht nur immer positive Seiten hat, sondern manchmal auch negative. Verletzungen gehören zum Sport dazu, das macht auch mental sehr viel mit einem. Aber das ist Vergangenheit. Ich schaue nur noch nach vorne."

Geisterspiel? Maier verweist auf privilegierte Fußballer

Der Blick nach vorne geht Richtung Moldau. In der Wiesbadener Brita-Arena will das U21-DFB-Team einen weiteren Schritt in Richtung EM-Qualifikation gehen, bevor es nächste Woche zum Showdown mit Belgien kommt. Unterschätzen wird man den Underdog auf keinen Fall: "Wir unterschätzen keinen Gegner, nehmen jeden ernst! Da gibt es keine Unterschiede für uns", so der Berliner. Das Länderspiel wird, wie gewohnt, vor leeren Rängen stattfinden. Für Maier spielt das keine Rolle: "Wir müssen uns den Umständen anpassen. Ich will gar nicht von anderen Berufen reden! Für uns ist das gar kein Problem!"  

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Benjamin Heinrich  
02.09.2020